Nächster Gegner: Gegen wen spielt Deutschland im Sechzehntel-Finale?

WM 2026 Sechzehntelfinale: Gegner, Termin und der Weg ins erste K.o.-Spiel.

Gegen wen spielt Deutschland im Sechzehntel-Finale? Deutschland hat die WM-Gruppenphase 2026 souverän als Erster der Gruppe E überstanden. Nach zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen stand das DFB-Team bereits vorzeitig als Gruppensieger fest. Jetzt richtet sich der Blick aufs Sechzehntelfinale. Doch wer wird der nächste Gegner der Mannschaft von Julian Nagelsmann? Ganz so einfach ist die Antwort nicht, denn das neue XXL-Format der WM macht die Sache ziemlich knifflig.

Inzwischen ist das Spiel gelaufen, und es kam bitter: Deutschland schied im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus, nach einer hochumstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung in der Verlängerung. Wie das WM-Aus gegen Paraguay ablief und was die Experten dazu sagen, liest du in unserem Bericht. Der folgende Überblick zeigt, wie der Weg ins Sechzehntelfinale aussah.

So lief die Gruppenphase für Deutschland bei der WM 2026

Die drei Gruppenspiele hatten es in sich. Los ging es mit einem fulminanten 7:1 gegen Curaçao in Houston, gefolgt von einem Comeback-Sieg mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste auf Spieltag zwei. Zum Abschluss setzte es eine 1:2-Niederlage gegen Ecuador in New York, die aber locker zu verschmerzen war, weil der erste Platz längst in trockenen Tüchern lag.

Sechs Punkte, 10:4 Tore und Platz eins in der Gruppe E. Nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei gleich zwei Weltmeisterschaften hintereinander (2018 in Russland, 2022 in Katar) hat Deutschland erstmals seit dem Titelgewinn 2014 wieder die Gruppenphase überstanden. Das allein ist schon ein kleiner Befreiungsschlag.

Wann und wo findet das Sechzehntelfinale statt?

Der Termin steht: Deutschland spielt am 29. Juni 2026 um 22:30 Uhr MESZ in Boston, genauer gesagt in Foxborough im Gillette Stadium, das während der WM offiziell als Boston Stadium firmiert. Der Anstoß erfolgt in der Heimstätte des NFL-Teams New England Patriots.

Paraguay als wahrscheinlichster Gegner im Sechzehntelfinale

Und jetzt wird es spannend. Als Gruppensieger trifft Deutschland im Sechzehntelfinale auf einen der acht besten Gruppendritten. Aktuell kommen nur noch die Dritten aus den Gruppen C, D und F als Gegner infrage.

Laut der Plattform „Football meets Data“ wird Paraguay mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent der deutsche Gegner im WM-Sechzehntelfinale. Das berichtet unter anderem der kicker. Schottland hat nur noch rund ein Prozent Wahrscheinlichkeit, Schweden liegt sogar unter einem Prozent.

Warum ist das Ganze so kompliziert? Es gibt nicht weniger als 495 verschiedene Konstellationen in den FIFA-Regularien, die festlegen, welche Drittplatzierten auf welchen Gruppensieger treffen. Von diesen 495 Möglichkeiten sind aktuell nur noch 51 übrig, und in 45 davon ist Paraguay der deutsche Gegner.

Hier die Übersicht der möglichen Gegner:

  • Paraguay (Dritter Gruppe D), ca. 88 bis 99 % Wahrscheinlichkeit
  • Schottland (Dritter Gruppe C), ca. 1 bis 10 %
  • Schweden (Dritter Gruppe F), unter 2 %

Endgültige Gewissheit gibt es erst am Sonntag, dem 28. Juni, nach Abschluss aller Vorrundenpartien, weil es in der Tabelle der Gruppendritten bis zum Schluss noch zu Verschiebungen kommen kann.

Was macht Paraguay so stark?

Paraguay hat sich in der Gruppe D mit den USA und Australien ordentlich geschlagen. Gegen Australien holte das Team ein 0:0 und landete auf Rang drei. Mit vier Punkten hat Paraguay gute Karten, als einer der besten Gruppendritten weiterzukommen. Kein Weltklasse-Gegner auf dem Papier, aber im K.o.-Modus einer WM kann bekanntlich alles passieren.

Deniz Undav als WM-Geheimwaffe

Wenn es um die deutschen Hoffnungen im Sechzehntelfinale geht, fällt ein Name sofort: Deniz Undav. Der Stuttgarter Stürmer hat in seinen ersten beiden WM-Spielen fünf Torbeteiligungen gesammelt (drei Tore, zwei Assists) und stand dafür nur 56 Minuten auf dem Platz. Wie die Sportschau berichtet, drehte Undav das Spiel gegen die Elfenbeinküste als Joker komplett.

Noch nie in der WM-Geschichte brauchte ein Spieler so wenige Minuten für seine ersten fünf Torbeteiligungen. Undav löst damit den Polen Grzegorz Lato ab, der 1974 dafür 124 Minuten benötigte.

Bundestrainer Nagelsmann bezeichnete den Doppeltorschützen als „brutalen Finisher“. Mitspieler Nadiem Amiri nannte ihn einen „Killer vor dem Tor“. Die Frage, ob Undav im Sechzehntelfinale erstmals in der Startelf steht, dürfte das ganze Land beschäftigen.

Was Nagelsmann zum Sechzehntelfinale sagt

Der Bundestrainer gibt sich betont gelassen. „Die anderen Gruppen können wir ja nicht beeinflussen. Es kommt eine gute Mannschaft auf uns zu. Aber es sind sowieso alles gute Teams, die uns bevorstehen“, so Nagelsmann.

Am Ende kam es anders als erhofft. In Boston war für Deutschland früher Schluss als gedacht: Gegen Paraguay setzte es im Elfmeterschießen das WM-Aus, überschattet von einer Schiedsrichter-Entscheidung, die noch lange für Diskussionen sorgen wird. Nach der mühsam überstandenen Gruppenphase fühlt sich das schnelle K.-o.-Aus für das DFB-Team und seine Fans umso bitterer an.

Alle Hintergründe, die strittige Szene und die Stimmen der Experten findest du in unserem Bericht zum umstrittenen WM-Aus gegen Paraguay.

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