Anne Wünsche sorgt gerade für mächtig Gesprächsstoff in der deutschen Social-Media-Welt. Der Instagram-Account der 34-Jährigen wurde plötzlich und ohne Vorwarnung deaktiviert. Damit verschwanden auch knapp eine Million Follower. Für die meisten Creator wäre das der absolute Albtraum – doch Anne Wünsche reagiert überraschend cool auf das Ganze.
Was genau ist passiert?
Die Influencerin und OnlyFans-Creatorin war gerade zusammen mit ihrem Bruder im ICE auf dem Heimweg von einer Marketingmesse in Düsseldorf, als die Sperrung eintrat. Von einem Moment auf den anderen war ihr komplettes Profil nicht mehr erreichbar. Wer seitdem versucht, ihre Seite aufzurufen, sieht nur noch den Hinweis: „Diese Seite ist leider nicht verfügbar.“
Das Timing hätte kaum schlechter sein können. Wünsche ist erst kürzlich nach Mallorca ausgewandert und hatte sich dort gerade ein neues Leben aufgebaut. Mitgenommen hat sie ihre älteste Tochter Miley, während ihre beiden jüngeren Kinder weiterhin in Deutschland bei ihren Vätern leben.
Warum wurde Anne Wünsches Instagram-Account gesperrt?
Der Grund für die Deaktivierung von Anne Wünsches Instagram liegt offenbar in einer Kombination aus mehreren Faktoren. Auslöser waren die freizügigen Fotos, die sie regelmäßig teilte, sowie die Links zu ihrem OnlyFans-Profil – die KI von Meta habe eingegriffen, weil zu viele Bilder gemeldet worden seien.
Laut t-online beschreibt Wünsche das Problem so: Viele Models, die auf OnlyFans aktiv sind, hätten aktuell dasselbe Problem – wer zu freizügig poste oder den Link zur Bezahlplattform mit einer unpassenden Botschaft verknüpfe, riskiere Meldungen und eingeschränkte Sichtbarkeit. Häufen sich die Beschwerden, droht am Ende die komplette Löschung.
Das Ganze ist also kein Einzelfall, sondern betrifft offenbar eine ganze Reihe von Creatoren, die ähnliche Inhalte veröffentlichen.
So reagiert Anne Wünsche auf die Instagram-Sperre
Was viele überrascht: Die dreifache Mutter nimmt die Situation erstaunlich gelassen. In einer Pressemitteilung erklärt sie, dass die Sperre für sie kein Schock gewesen sei. Sie habe schon seit Monaten damit gerechnet, da ihre Postings immer wieder gemeldet worden seien.
Als es dann soweit war, habe sie ihren Bruder angeschaut und nur gesagt: „Das war’s jetzt. Er ist weg.“ Klingt fast schon lapidar für jemanden, der gerade eine Millionen-Community verloren hat, oder?
Durch jahrelange Erfahrungen mit Hass und Hürden im Netz habe sie sich eine starke Resilienz aufgebaut und könne solche Ereignisse inzwischen schnell abhaken.
50.000 Euro monatlicher Verlust – aber kein Grund zur Panik
Die Sperre hat natürlich trotzdem handfeste Konsequenzen. Den monatlichen Einnahmeausfall beziffert Anne Wünsche auf rund 50.000 Euro – weggebrochen seien vor allem Einnahmen aus Kooperationen mit Marken, Affiliate-Links sowie Erlöse aus Online-Kursen.
Eine heftige Summe. Doch existenzbedrohend scheint das für die Influencerin nicht zu sein. Sie stellt klar, dass ihr Haupteinkommen ohnehin über OnlyFans generiert werde – und dort läuft das Geschäft offenbar deutlich besser als auf Instagram. Dass sie den Verlust von 50.000 Euro pro Monat so locker wegsteckt, lässt erahnen, wie lukrativ ihr OnlyFans-Business im Vergleich zum klassischen Insta-Marketing wirklich ist.
Der Plan B: Backup-Account und Neustart
Ganz ohne Instagram will Anne Wünsche aber nicht auskommen. Deshalb nutzt sie inzwischen einen Backup-Account, der deutlich kleiner ist als ihr ursprüngliches Profil. Dort hat sie aktuell rund 34.000 Follower (Stand: 23. April 2026).
Spannend: Die geringere Abozahl empfindet sie momentan sogar als Vorteil – durch die überschaubare Community fühle sie sich für ihre Follower leichter erreichbar und habe eher die Chance, auf einzelne Nachrichten zu antworten.
Außerdem bleiben ihr weitere Plattformen erhalten:
- TikTok: Dort folgen ihr weiterhin rund 1,3 Millionen Menschen.
- YouTube: Auf YouTube betreibt sie einen Kanal mit rund 584.000 Abonnenten, der von der Sperre unberührt bleibt.
- OnlyFans: Hier liegt nach wie vor ihr finanzieller Schwerpunkt.
Kommt der alte Account zurück?
Anne Wünsche hat bereits juristische Schritte eingeleitet und ihren Anwalt mit der Prüfung beauftragt. Allerdings macht sie sich selbst wenig Hoffnung. Sie geht davon aus, dass der Account endgültig weg ist.
Falls der alte Account tatsächlich nicht wiederhergestellt werden kann, plant sie schlicht einen Neustart – mit einem neuen Profil, bei dem sie dann stärker auf die Richtlinien achten will.
Was wir daraus lernen können
Der Fall Anne Wünsche zeigt ein grundsätzliches Problem, das viele Creator betrifft: Wer sein komplettes Business auf einer einzigen Plattform aufbaut, steht im Ernstfall mit leeren Händen da. Instagram, TikTok oder YouTube können jederzeit einen Account sperren – ohne große Vorwarnung und oft auf Basis automatisierter Entscheidungen.
Anne Wünsche hat sich offenbar frühzeitig breit aufgestellt. Neben Instagram hatte sie bereits YouTube, TikTok und OnlyFans als Standbeine etabliert. Genau das rettet ihr jetzt den finanziellen Hintern. Für alle, die selbst als Creator unterwegs sind, ist das eine ziemlich klare Lektion: Niemals alles auf eine Karte setzen.
Ob Anne Wünsche ihre Million Follower auf Instagram jemals zurückbekommt, steht in den Sternen. Aber eines zeigt die 34-Jährige ziemlich deutlich: Sie lässt sich davon nicht unterkriegen. Und mal ehrlich – wer 50.000 Euro Verlust pro Monat so nüchtern kommentiert, hat vermutlich noch ein paar Asse im Ärmel.

