Es wird ernst an der Zapfsäule: Der Tankrabatt läuft am 30. Juni aus, eine Verlängerung ist vom Tisch. Ab Juli kann Sprit also wieder spürbar teurer werden. Wenn du selbst fährst oder beim Tanken im Familienauto mitredest, kommt es jetzt auf den richtigen Moment an.
Wann du jetzt noch günstig tanken solltest
Der beste Zeitpunkt ist laut ADAC der 29. Juni vor 12 Uhr. Danach drohen schon die ersten Aufschläge, weil sich viele Tankstellen für die Tage nach dem Rabatt einen Preispuffer zulegen.
- 29. Juni, vormittags vor 12 Uhr: meist der günstigste Moment zum Volltanken
- 30. Juni: letzter Tag mit Rabatt, aber die Preise können schon klettern
- ab 1. Juli: die rund 17 Cent Steuerentlastung fallen weg
Hintergrund: Seit der 12-Uhr-Regel dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag anheben, immer um die Mittagszeit. Kurz davor tankst du an fast jedem Tag am billigsten.
Warum der Tankrabatt endet
Den zweiten Tankrabatt gibt es seit dem 1. Mai. Weil die Spritpreise wegen der Krise im Nahen Osten stark gestiegen waren, senkte die Bundesregierung die Energiesteuer befristet um rund 17 Cent pro Liter. Befristet heißt hier: vom 1. Mai bis 30. Juni, keinen Tag länger. Die Koalition aus Union und SPD hat eine Verlängerung ausdrücklich abgelehnt.
Spritpreise rund um das Tankrabatt-Ende
Spannend wird es, wenn man auf den Ölmarkt schaut. Während der Eskalation im Nahen Osten kletterte ein Barrel der Sorte Brent auf rund 119 Dollar, so teuer war Öl seit 2022 nicht mehr. Genau dieser Schock war der Grund für den Rabatt.
Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Brent ist binnen eines Monats um etwa ein Fünftel gefallen und liegt mit gut 70 Dollar wieder ungefähr auf dem Niveau von vor der Krise. An der Tankstelle merkst du das längst: Super E10 ist im Juni Woche für Woche billiger geworden, von über 1,90 Euro Anfang des Monats auf zuletzt rund 1,82 Euro im bundesweiten Schnitt.
Tankrabatt vorbei: Wird Tanken ab Juli teurer?
Weil das Öl schon wieder günstig ist, kommt der Aufschlag ab dem 1. Juli vor allem durch eine Sache: die rund 17 Cent Steuer, die wieder oben draufkommen. Ein neuer Preisknall wie auf dem Höhepunkt der Krise ist damit unwahrscheinlich. Teurer wird es trotzdem.
Sofort am 1. Juli muss der Liter aber nicht hochschnellen. Viele Stationen haben noch Sprit zum alten Steuersatz im Tank und geben ihn langsamer weiter, oft ist die volle Erhöhung erst nach ein bis zwei Wochen drin. Das Bundeskartellamt beobachtet die Preise, einen festen Deckel gibt es aber nicht. Am besten schaust du in den ersten Juli-Tagen genau auf die Anzeige und vergleichst per App, bevor du randvoll machst.
Noch keinen Führerschein fürs Auto? Dann ist Tanken für dich vielleicht ohnehin noch Zukunftsmusik. Wer früh mobil sein will, fängt eh zweirädrig an: Welche Maschine drin ist, steht im Überblick dazu, welches Motorrad man mit 16 fahren darf. Und schon ein Jahr früher geht mehr als gedacht, nämlich was man mit 15 fahren darf.

