Was darf man mit 15 fahren? Mehr als nur Mofa

Was darf man mit 15 fahren? Mehr Möglichkeiten, als die meisten denken.

Mit 15 wird man endlich ein Stück mobil, ohne auf Bus, Bahn oder die Eltern als Taxi angewiesen zu sein. Aber was darf man mit 15 fahren, wie schnell, und was braucht man dafür? Zwischen Mofa, Roller und sogar einem kleinen Auto ist mehr drin, als viele denken. Hier kommt der Überblick, sortiert nach Tempo und Führerschein.

Was darf man mit 15 fahren?

Drei Fahrzeugarten stehen dir mit 15 in 2026 offen, je nachdem, wie schnell du sein willst und welchen Schein du machst:

  • Mofa bis 25 km/h: mit der Mofa-Prüfbescheinigung
  • Moped oder Roller bis 45 km/h: mit dem Führerschein der Klasse AM
  • Mopedauto bis 45 km/h: ebenfalls mit der Klasse AM

Den E-Scooter darfst du übrigens schon früher nutzen. Was dort gilt, steht im Überblick dazu, wo man E-Scooter fahren darf und ab welchem Alter.

Wie schnell darf man mit 15 fahren?

Junge Frau mit Helm fährt mit wehenden Haaren auf dem Roller durch die Stadt
Die 45 km/h sind das Maximum, bergauf oder voll beladen wird dein Roller spürbar langsamer.

Das Tempo hängt komplett vom Fahrzeug ab. Der E-Scooter ist auf 20 km/h begrenzt, das Mofa auf 25 km/h. Mit dem Moped, dem Roller oder dem Mopedauto bist du bei bis zu 45 km/h dabei, das ist die schnellste Stufe, die mit 15 erlaubt ist. Schneller wird es erst mit der nächsten Führerscheinklasse und einem Jahr mehr auf dem Konto.

Mofa oder Moped: wo liegt der Unterschied?

Die beiden klingen ähnlich, trennen sich aber beim Tempo. Ein Mofa fährt höchstens 25 km/h, dafür reicht die Mofa-Prüfbescheinigung, bei der du nur eine theoretische Prüfung brauchst und keine praktische. Das Moped und der klassische Roller schaffen bis zu 45 km/h, dafür ist der echte Führerschein der Klasse AM mit Theorie und Praxis Pflicht.

Heißt für dich: Willst du im Stadtverkehr realistisch mithalten, führt am 45er-Roller und damit an der Klasse AM kaum ein Weg vorbei. Das reine Mofa ist eher etwas für kurze, gemütliche Strecken.

Der Roller-Führerschein der Klasse AM

Hände zählen Euroscheine für die Kosten des Führerscheins Klasse AM
Die Preise schwanken je nach Fahrschule spürbar, ein Vergleich vorab spart dir oft ein paar Hundert Euro.

Die gute Nachricht: Die Klasse AM kannst du seit 2021 bundesweit einheitlich schon mit 15 machen. Laut der Übersicht der Fahrerlaubnisklassen des Bundesministeriums für Verkehr gilt sie für Kleinkrafträder und Roller bis 45 km/h und 50 Kubik.

Zwei Dinge solltest du wissen. Erstens kostet der Schein samt Fahrschule meist rund 1.500 bis 1.700 Euro, also kein Taschengeld-Posten. Zweitens steht im Führerschein die Schlüsselzahl 195, wenn du ihn vor dem 16. Geburtstag machst. Sie bedeutet, dass du damit zunächst nur in Deutschland fahren darfst, ins EU-Ausland erst ab 16.

Auto mit 15? Nur als Mopedauto

Ein normales Auto ist mit 15 noch tabu, das beginnt frühestens mit dem begleiteten Fahren ab 17. Trotzdem kannst du auf vier Rädern unterwegs sein, nämlich im Mopedauto. Diese Leichtkraftfahrzeuge sind auf 45 km/h gedrosselt, wiegen kaum mehr als ein paar Hundert Kilo und laufen ebenfalls über die Klasse AM.

Praktisch: Sie brauchen keine Kfz-Steuer und müssen nicht zum TÜV, ein Versicherungskennzeichen reicht. Der Haken ist der Preis, gute Modelle kosten oft mehrere Tausend Euro. Wetter- und kälteunabhängig wie ein Mopedauto ist dafür kein Roller.

Helm, Versicherung und die Regeln

Jugendliche schließt mit 15 auf dem Roller vor der Fahrt ihren Helm
Achte beim Helm auf das ECE-Prüfzeichen, ein günstiger Deko-Helm schützt dich im Ernstfall kaum.

Egal ob Mofa, Roller oder Mopedauto: Ohne Versicherungskennzeichen geht nichts. Das ist die kleine Plakette am Heck, die du jedes Jahr neu brauchst und die es ab wenigen Euro gibt. Auf dem Zweirad gilt außerdem Helmpflicht, und zwar schon beim langsamen Mofa.

Sonst zählt die normale Straßenverkehrsordnung. Besonders wichtig in deinem Alter: Wer unter 21 ist, muss 0,0 Promille einhalten. Schon ein einziger Drink kann dich hier den frisch gemachten Schein wieder kosten.

Und was geht erst später?

Ein paar Stufen warten noch. Die klassische 125er etwa, also ein Leichtkraftrad mit deutlich mehr Power, gibt es erst mit der Klasse A1 ab 16. Welche Maschinen dann erlaubt sind, liest du in unserem Überblick dazu, welches Motorrad man mit 16 fahren darf. Das eigene Auto folgt noch später: begleitet ab 17, allein hinterm Steuer ab 18.

Unterm Strich bist du mit 15 also alles andere als unbeweglich. Ob gemütliches Mofa, flotter 45er-Roller oder ein wettergeschütztes Mopedauto, der Sprung in die eigene Mobilität ist da, du musst nur den passenden Schein dazu wählen.

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