AliciasMumLife spricht über Hass nach Kaninchen-Skandal!

Alicia Vosgrau bricht ihr Schweigen – und reflektiert die massive Hasswelle nach den ausgesetzten Kaninchen.

Der Fall AliciasMumLife hat die deutsche Social-Media-Welt monatelang in Aufruhr versetzt. Alicia Vosgrau hat nach einem Shitstorm wegen ausgesetzter Kaninchen jetzt in einer Instagram-Fragerunde über die vergangenen Wochen gesprochen. Die Momfluencerin aus Norderstedt, die auf TikTok und Instagram Millionen Menschen an ihrem Familienleben teilhaben lässt, zieht jetzt erstmals ein persönliches Fazit zur Hasswelle, die sie seit Dezember 2025 überrollt hat. Und das, was sie schreibt, klingt nach einer Frau, die ziemlich am Boden war.

Was war eigentlich passiert?

Kurze Zusammenfassung für alle, die den Fall verpasst haben: Die Familie soll die Kaninchen am 23. August ausgesetzt haben, etwa zwei Monate nach der Geburt ihres jüngsten Kindes. Konkret geht es um vier Kaninchen – Sterni, Teddy, Toffie und Bounty –, die Alicia und ihr Mann Jan im Rantzauer Forst bei Norderstedt freigelassen haben sollen.

Die Tiere seien bereits im August im Wald ausgesetzt worden – im November habe sie jemand gesichtet und gleich dem Tierheim gemeldet. Dem Tierheim wurden vier ausgesetzte Tiere im Rantzauer Forst in Schleswig-Holstein gemeldet. Drei der Tiere konnten die Mitarbeiter lebendig sichern und mitnehmen, ein Kaninchen war jedoch bereits tot. Kaninchen Bounty hatte es nicht geschafft – ein Tier starb laut Tierarzt an einem Herzinfarkt, vermutlich ausgelöst durch Stress und die Verfolgung durch einen Hund.

Richtig brisant wurde die ganze Sache, weil Alicia ihre Follower zunächst angelogen hatte. Vosgrau hatte die Tiere nach eigener Aussage aus Überforderung ausgesetzt, im Netz jedoch behauptet, man habe „jemanden gefunden“, der sie übernehme.

Der Shitstorm und seine Folgen

Als die Wahrheit im Dezember ans Licht kam, brach im Netz ein regelrechter Sturm los. Erst durch ein Video des Influencers Kevin Yanik wurde der Fall öffentlich zugeordnet. Und dann ging alles ganz schnell:

  • Das Tierheim Henstedt-Ulzburg stellte Strafanzeige wegen Tierquälerei.
  • Besonders brisant wirkt, dass die Marke Pampers laut Medienberichten die Zusammenarbeit mit Alicia Vosgrau beendet hat.
  • Ein Sprecher von HolidayCheck erklärte gegenüber der Bild, dass eine weitere Kooperation mit Vosgrau „für uns nicht infrage kommt“.
  • PETA bezeichnete das Aussetzen eines Tieres als Straftat und forderte ein Tierhalteverbot, das derzeit geprüft wird.
  • Tierschützer starteten eine Petition, um die Stadt Norderstedt zur Verhängung eines Tierhalteverbots zu drängen. Zum Zeitpunkt des Erscheinens haben rund 18.000 Menschen unterschrieben.

Auch andere Influencerinnen wie Laura Maria Rypa zeigten sich fassungslos und kritisierten den Umgang mit den Tieren öffentlich. „Es geht um Lebewesen, die auf uns angewiesen sind“, schrieb sie.

Alicia Vosgraus emotionale Worte zur Hasswelle

Wochenlang war es still um AliciasMumLife. Erst Ende Januar 2026 meldete sie sich mit einem längeren Statement, in dem sie sich nach wochenlanger Social-Media-Pause mit einem ausführlichen Statement in ihrer Instagram-Story an ihre Community wandte.

Jetzt, im Februar, geht sie noch einen Schritt weiter. In einer Instagram-Fragerunde wurde sie direkt gefragt, wie sie mit dem vielen Hass umgeht. Ihre Antwort? Ziemlich ehrlich. „Wir sind auch nur Menschen und natürlich trifft uns das. Die letzten Wochen waren hart für mich, aber auch für viele von euch. Ich habe viele Menschen enttäuscht und das tut mir weh. Aber von sich selbst enttäuscht zu sein, ist kaum auszuhalten“, schrieb die Social-Media-Bekanntheit.

Alicia habe sich bewusst zurückgezogen, um diesem Gefühl Raum zu geben und so intensiv in sich hineingehört, wie sie es wahrscheinlich sonst nie getan hätte.

Kann sie ihr Image wieder aufbauen?

Das ist die große Frage, die sich wahrscheinlich viele stellen. Denn die Community ist gespalten. Die Reaktionen auf Alicias Rückkehr fielen unterschiedlich aus. Während einige ihrer Follower erfreut waren, sie wieder online zu sehen, äußerten andere scharfe Kritik.

Besonders hart: Für eine Influencerin, die sich als liebevolle Mutter inszeniert und stark mit Familien-Content arbeitet, ist dieser Schritt ein massiver Image-Schaden. Wenn dein komplettes Geschäftsmodell auf dem Bild der perfekten Familie basiert und dann so etwas rauskommt, wird Vertrauen zur absoluten Mangelware.

Auf der anderen Seite hat Alicia Vosgrau immer noch eine riesige Reichweite. Die Influencerin zählt auf ihrem TikTok-Account „aliciasmumlife“ 1,5 Millionen Follower, auf ihrem Instagram-Kanal sind es 455.000. Ob sie diese Reichweite langfristig halten kann, hängt davon ab, wie glaubwürdig ihre Aufarbeitung wirkt.

Was passiert mit den überlebenden Kaninchen?

Immerhin gibt es gute Nachrichten für die Tiere. Wie t-online berichtete, teilte das Tierheim Henstedt-Ulzburg mit: „Die drei Überlebenden wurden von uns umfassend versorgt und zwei konnten wir bereits in neue, artgerechte Zuhause vermitteln.“

Das Tierheim fordert zudem, dass die Influencerin die entstandenen Kosten von 2.500 Euro übernimmt.

Kaninchen aussetzen ist kein Kavaliersdelikt

Der Fall AliciasMumLife hat eine Debatte ausgelöst, die weit über einen einzelnen Influencer-Skandal hinausgeht. PETA-Sprecherin Jana Hoger betonte: „Wer Tiere im Wald aussetzt, handelt nicht aus Unwissen, sondern übernimmt keine Verantwortung – und riskiert bewusst ihren Tod.“

Fakt ist: Hauskaninchen sind keine Wildtiere. Sie überleben in freier Natur in der Regel nicht. Wer überfordert ist, hat immer die Möglichkeit, sich an ein Tierheim oder einen Tierschutzverein zu wenden. Und genau das hätte auch Alicia Vosgrau tun können – und müssen.

Ob die Influencerin tatsächlich aus der ganzen Sache lernt und ihr Image wieder aufpolieren kann, wird die Zeit zeigen. Die nächsten Monate werden entscheidend sein. Eines steht aber fest: Der Kaninchen-Skandal rund um AliciasMumLife wird so schnell nicht vergessen.

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