Am Samstagabend ging das DSDS Finale 2026 über die Bühne – und was für eins. Menowin Fröhlich hat im dritten Anlauf nach 2005 und 2010 endlich „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen. Laut RTL erhielt er im Finale satte 57 Prozent der Zuschauerstimmen. Ein Comeback, das sich gewaschen hat, und eine Story, die DSDS so noch nie erzählt hat.
Vom Begleiter zum Superstar 2026
Die ganze Geschichte begann mit einem ziemlich verrückten Zufall. Menowin Fröhlich war ursprünglich nur als Begleitung für das Casting seiner 17-jährigen Tochter Jiepen in Köln vor Ort. Seine Tochter konnte die Jury allerdings nicht überzeugen – dreimal Nein lautete das Urteil. Doch dann rief Dieter Bohlen den Vater nach vorne.
Bohlen fragte Menowin spontan, ob er einen Song singen wolle, und der 38-Jährige performte Stevie Wonders „I Just Called to Say I Love You“. Danach überraschte Bohlen ihn mit dem Angebot, erneut mitzumachen. Er überreichte ihm sogar direkt das Recall-Ticket, womit Menowin den Golden Room komplett überspringen konnte. Von null auf hundert – so schnell kann sich das DSDS-Schicksal drehen.
Was im DSDS Finale 2026 passiert ist
Im Finale standen neben Menowin der Österreicher Paco Simic (23), Constance Dizendorf (19), Abii Faizan (24) und Tyrell Hagedorn (19). Fünf Finalisten, aber bevor es richtig losging, musste erst noch ein Showdown entschieden werden.
Bevor die eigentliche Entscheidung begann, traten Paco Simic und Abii Faizan im direkten Battle gegeneinander an und sangen beide „Beauty and a Beat“ von Justin Bieber und Nicki Minaj. Dort setzte sich Paco durch. Für Abii war der Abend damit gelaufen.
Die verbliebenen vier Kandidaten präsentierten jeweils zwei Songs – ein Cover und ihren eigenen DSDS-Song. Menowin Fröhlich performte „Billie Jean“ von Michael Jackson und seinen Siegersong „Mercy On Me“. Und der Song hatte es in sich: Soul, Pop und eine Prise Gospel – genau die Mischung, die seine Stimme seit 2010 ausmacht, nur deutlich reifer.
57 Prozent – ein klares Voting
Am Ende war das Ergebnis ziemlich eindeutig. Menowin holte 57 Prozent der Stimmen, die zweitplatzierte Constance Dizendorf kam auf 30 Prozent. Kein Kopf-an-Kopf-Rennen, sondern ein deutliches Statement der DSDS-Fans. Dieter Bohlen hatte sich im Finale noch klar für Menowin ausgesprochen und die Zuschauer direkt aufgefordert: „Leute, das könnt ihr ihm nicht antun, dass er wieder nicht gewinnt. Er muss die Nummer eins werden.“
Auch die restliche Jury war emotional. Bushido gestand: „Mir geht’s nicht gut“, und Isi Glück sprach von einer „Achterbahn-Fahrt der Gefühle“. Als Moderatorin Laura Wontorra kurz vor Mitternacht das Ergebnis verkündete, war Menowin schlicht überwältigt.
Alle Plätze und Songs des DSDS Finale 2026 im Überblick
So sahen die Platzierungen und die gesungenen Songs der Top 5 aus:
- Platz 1: Menowin Fröhlich (38) – Cover „Billie Jean“ von Michael Jackson, Final-Song „Mercy On Me“
- Platz 2: Constance Dizendorf (19) – Cover „Euphoria“ von Loreen, Final-Song „Get Back Up“
- Platz 3: Tyrell Hagedorn (19) – Cover „Photograph“ von Ed Sheeran und Felix Jaehn, Final-Song „Die Eine“
- Platz 4: Paco Simic (23) – Cover „There’s Nothing Holdin‘ Me Back“ von Shawn Mendes, Final-Song „Home“
- Platz 5: Abii Faizan (24) – ausgeschieden im Showdown gegen Paco mit „Beauty and a Beat“ von Justin Bieber
Menowin Fröhlich: Der lange Weg zum DSDS-Sieg

Wer Menowin Fröhlich nur als Namen aus dem Finale kennt, dem fehlt ein riesiges Kapitel. Hasso Menowin Fröhlich wurde 1987 in München geboren und nahm 2005, 2010 und 2026 an DSDS teil.
- 2005: Er setzte sich in den Vorrunden durch und zog unter die letzten 20, musste dann aber wegen einer Verhaftung abbrechen.
- 2010: Er erreichte das Finale und unterlag Mehrzad Marashi, obwohl er in den Mottoshows zuvor stets die meisten Stimmen erhalten hatte.
- 2026: Der dritte Anlauf. Und diesmal hat er es gepackt.
Dazwischen lagen Jahre voller Tiefschläge. Er kämpfte mit Drogen und Alkohol und musste eine Haftstrafe verbüßen. Gegenüber RTL sagte Menowin im Finale: „Ich glaube, damals wäre ich vielleicht tot gewesen. Wenn ich damals Superstar geworden wäre, wäre ich heute tot.“ Harte Worte, die zeigen, wie viel zwischen dem verlorenen Finale 2010 und dem Sieg 2026 passiert ist.
Was der DSDS Gewinner 2026 jetzt bekommt
Neben dem Titel „Superstar 2026″ warten auf den DSDS-Sieger handfeste Preise. Menowin Fröhlich darf sich über ein Preisgeld von 100.000 Euro und einen Plattenvertrag freuen. Laut Blick geht der Deal mit Universal Music über die Bühne – ein starkes Sprungbrett für seine weitere Karriere.
Sein Siegersong „Mercy On Me“ ist ab sofort verfügbar und läuft bereits in der offiziellen DSDS-Playlist auf RTL+. Ob der Track auch in den Charts durchstarten kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Kritik und Kontroverse: War der Sieg geplant?
Ganz ohne Diskussionen geht es bei Menowin natürlich nicht. Für seine erneute Teilnahme gab es immer wieder Kritik. Normalerweise sagen die Regeln der Show, dass ein Kandidat, der es einmal in die Liveshows geschafft hat, nicht noch einmal teilnehmen darf.
Kritiker warfen dem Format vor, das Ergebnis sei durch die intensive Promotion Menowins quasi vorprogrammiert gewesen. Doch am Ende entschied nicht Bohlen, sondern das Publikum. Und auch online gingen die Meinungen weit auseinander.
Die Gaststars im Finale: Bohlen singt selbst
Das DSDS-Finale 2026 hatte noch mehr zu bieten als nur den Wettbewerb. Dieter Bohlen persönlich trat auf und performte seinen alten Modern-Talking-Hit „You’re My Heart, You’re My Soul“. Außerdem waren Star-Geiger David Garrett und DSDS-Urgestein Menderes Bağcı als Gaststars dabei. Bohlen singend auf der DSDS-Bühne – das gab es in 22 Staffeln noch nie.
Wie geht es mit DSDS weiter?
Falls du dich fragst, ob Deutschland weiter nach dem Superstar sucht: Ja. DSDS wird auch 2027 fortgesetzt, die Jury bleibt unverändert mit Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido. Die Show feiert dann übrigens ihr 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert Castingshow-Geschichte bei RTL.
Das Finale erreichte 1,64 Millionen Zuschauer insgesamt bei einer Einschaltquote von 9,4 Prozent. Kein Rekord, aber stabil genug, um das Format am Leben zu halten.
Für Menowin Fröhlich ist der DSDS-Sieg 2026 weit mehr als eine goldene Trophäe. Es ist der Beweis, dass zweite – oder dritte – Chancen manchmal doch funktionieren. Was er daraus macht, liegt jetzt an ihm. Die Bühne gehört ihm, diesmal ganz offiziell.

