Das DSDS-Finale 2026 hat eingeschlagen wie eine Bombe. Im dritten Anlauf sicherte sich Menowin Fröhlich am 9. Mai den Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“. Laut den veröffentlichten Voting-Ergebnissen von RTL holte er im Finale über 56 Prozent der Zuschauerstimmen. Doch während ein Teil der Fans ausflippt vor Freude, ist im Netz gleichzeitig ein regelrechter Shitstorm losgebrochen. Menowins DSDS-Sieg polarisiert so heftig wie kaum ein anderes Ergebnis in der Geschichte der Castingshow.
Goldregen und Tränen: so lief das DSDS-Finale ab
Kurz nach Mitternacht fiel die Entscheidung: Im Goldregen ging Menowin Fröhlich weinend zu Boden und fiel Dieter Bohlen in die Arme. In der über dreieinhalbstündigen Finalshow aus Köln setzte er sich gegen Constance Dizendorf (19), Tyrell Hagedorn (19), Paco Simic (23) und Abii Faizan (24) durch.
Die Zahlen waren am Ende ziemlich eindeutig: 30,30 Prozent gingen an Constance auf Platz zwei, 8,75 Prozent an Tyrell auf Rang drei und nur 4,43 Prozent an Paco. Der 38-Jährige hat damit mehr als die Hälfte aller Anrufer hinter sich versammelt – und das war schon ab der ersten Liveshow der Fall. Bereits in der ersten Liveshow am 28. April legte Menowin mit satten 48,24 Prozent der Anrufe vor.
Neben dem Titel bekommt der 38-Jährige ein Preisgeld von 100.000 Euro sowie einen Plattenvertrag. Sein Gewinnersong heißt „Mercy On Me“.
Warum Fans Menowins DSDS-Sieg für unfair halten
Und jetzt zum eigentlichen Drama. Schon während der Staffel brodelte es in den Kommentarspalten – und nach dem Finale kochte die Stimmung komplett über. Viele Fans warfen RTL und Dieter Bohlen ein „abgekartetes Spiel“ und Bevorzugung vor.
Das Hauptproblem aus Sicht der Kritiker: Menowin war kein unbeschriebenes Blatt. Schon 2005 schaffte er es in die Top 20, musste dann aber aufgrund einer Gefängnisstrafe ausscheiden. Fünf Jahre später kam er ins Finale, überzeugte in allen Liveshows und wurde nur Zweiter. Also keine typische Newcomer-Story, sondern ein prominenter Rückkehrer mit enormem Bekanntheitsgrad.
RTL hatte für Menowin sogar eine Regel geändert, denn frühere Liveshow-Kandidaten durften eigentlich nicht erneut teilnehmen. Für Menowin machte man eine Ausnahme. Genau das brachte viele Zuschauer auf die Palme.
Fake-Vorwürfe und Betrugs-Verdacht, die heftigsten Reaktionen
Die Kommentarsektionen auf Instagram, Facebook und X liefen nach dem Finale regelrecht heiß. Fans witterten sogar Betrug und schrieben Dinge wie „Nie wieder DSDS, alles manipulierter Mist“.
Was viele Fans besonders wütend machte: Noch nie hatte sich Dieter Bohlen so deutlich für einen Kandidaten ausgesprochen. Der Poptitan hatte Menowin die gesamte Staffel hindurch gepusht und offen zum Sieger erklärt, bevor das Voting überhaupt gelaufen war.
Andere Zuschauer gaben an, die Show nach dem Ergebnis endgültig abzuschreiben. Auf der anderen Seite wurde Menowin aber auch als „verdienter Sieger“ gefeiert und sein Siegersong kam bei vielen gut an.
Pietro Lombardi mischt sich ein – und Menowin reagiert enttäuscht
Nicht nur anonyme Fans meldeten sich zu Wort. Auch Pietro Lombardi, DSDS-Sieger und ehemaliger Juror, kritisierte Menowins Teilnahme in seinem Podcast „Patchwork Boys“ scharf und sagte sinngemäß, dass laut den Regeln niemand ein zweites Mal in den Liveshows antreten dürfe. Seine Prognose klang fast resigniert: Wenn Menowin erstmal in den Liveshows sei, werde er die Staffel am Ende wohl sogar gewinnen.
Auf Instagram stellte Pietro später allerdings klar, dass seine Kritik weniger Menowin als vielmehr RTL galt, und betonte sogar, dass Menowin „immer einer der krassesten Sänger in der DSDS-Geschichte“ sein werde.
Menowin selbst zeigte sich nach dem Sieg dennoch verletzt. Im Gespräch mit Bunte erklärte er, er könne nicht verstehen, dass Pietro so etwas gesagt habe – er kenne ihn schon so lange und habe noch nie ein schlechtes Wort über ihn verloren.
Bushido gönnt es ihm, trotz kritischer Töne
Jury-Mitglied Bushido nahm eine interessante Zwischenposition ein. Gegenüber RTL sprach er dem Sieger seinen Respekt aus und betonte, er wünsche ihm den Sieg von Herzen – gestand aber gleichzeitig, persönlich einen anderen Kandidaten für stärker gehalten zu haben.
Der Rapper ergänzte, Menowins Weg sei „echt ein harter Leidensweg“ gewesen und er hoffe, dass Menowin die positive Energie mitnehme.
Menowins langer Weg zum DSDS-Titel
Die Geschichte hinter dem Sieg ist tatsächlich wild. Menowin war ursprünglich nur als Begleitung für das Casting seiner Tochter dabei. Aufgefordert von der Jury, gab er dann doch einen Song zum Besten – und seine Tochter schied aus, während er selbst weiterkam.
Ein Comeback, das nicht geplant war – zumindest offiziell. Kritiker erinnerten nach dem Sieg allerdings auch an Menowins kriminelle Vergangenheit, denn er stand mehrfach vor Gericht, unter anderem wegen Körperverletzung und Drogendelikten.
Menowins Reaktion auf all die Negativität? Ziemlich gelassen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er laut t-online, man solle vielleicht aufhören, „diesen ganzen Negativfilm zu fahren“.
Wie geht es jetzt weiter?
DSDS geht 2027 mit der 23. Staffel weiter. In der Jury sitzen dann erneut Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido. Und nach dem Menderes-Gastauftritt im Finale kursiert online bereits der Witz, ob der Kultkult-Kandidat nächstes Jahr als ernsthafter Teilnehmer zurückkehrt.
Für Menowin Fröhlich steht erstmal Familie an erster Stelle. Die erste Amtshandlung mit der Gewinnsumme von 100.000 Euro soll ganz privat ausfallen – ein Ausflug mit seinen Kids. Ob sein Siegersong „Mercy On Me“ in den Charts durchstarten kann und ob Menowin nach seinem DSDS-Triumph langfristig Fuß fassen wird, bleibt spannend. Eines steht aber fest: Dieser Sieg wird noch lange für Gesprächsstoff sorgen.

