Jugendwort des Jahres 2026: Das sind die Top 10 Jugendwörter!

Das Voting zum Jugendwort 2026 läuft – doch ein heißer Kandidat flog raus.

Die Suche nach dem Jugendwort des Jahres 2026 geht in die heiße Phase. Seit dem 28. Juli stehen die Top 10 fest und ab sofort darf gevoted werden. Seit 2008 wird die Auszeichnung vom Langenscheidt-Verlag vergeben – und jedes Jahr sorgen die Kandidaten für Diskussionen, Lacher und jede Menge Memes. Welcher Begriff schafft es diesmal ganz nach oben? Die Auswahl hat es in sich.

So läuft die Abstimmung zum Jugendwort 2026 ab

Vom 29. Mai bis zum 16. Juli konnten Vorschläge auf der Webseite des Langenscheidt-Verlags eingereicht werden. Eine Jury des Verlags hat daraus die zehn Finalisten zusammengestellt. Bis zum 20. August wird jetzt online über diese Top 10 abgestimmt.

Ab dem 21. August werden die Ergebnisse ausgewertet, und am 28. August gibt Langenscheidt die Top 3 bekannt. Danach folgt eine weitere Votingrunde unter den drei Finalisten. Der Sieger wird am 10. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verkündet.

Wichtig zu wissen: Grundsätzlich kann jeder abstimmen, für die offizielle Auswertung zählen aber nur die Stimmen von Jugendlichen. Das soll sicherstellen, dass wirklich die Sprache der jungen Generation abgebildet wird.

Die Top 10 Kandidaten im Überblick

Hier sind alle zehn Begriffe, die es auf die Shortlist für das Jugendwort des Jahres 2026 geschafft haben:

  • 67 (Six-Seven): Eine Zahlenfolge ohne feste Bedeutung – sie funktioniert als totaler Insider und passt irgendwie zu jeder Situation, inklusive einer typischen Handbewegung. Entstanden ist der Hype durch TikTok, Basketball-Memes und den Song des US-Rappers Skirlla.
  • Crashout: Komplett die Fassung verlieren oder emotional explodieren. Kommt aus dem Englischen und wird auf TikTok ständig genutzt.
  • Digga: Der absolute Klassiker unter den Jugendwörtern, der immer wieder in die Endauswahl kommt. Bedeutet je nach Kontext Bruder, Kumpel oder einfach eine Anrede für alle.
  • Du bist gut genug: Stammt aus dem viralen Song des Produzentenduos Kitschkrieg mit Blumengarten und Shirin David, der sich auf TikTok rasant verbreitet hat. Inzwischen gibt es dazu unzählige Memes und Parodien.
  • Gute Käse: Klingt absurd, meint aber einfach, dass etwas richtig gut ist. Wird als Lob oder Zustimmung verwendet, ohne wörtliche Bedeutung.
  • Macker: Der Begriff erlebt ein Revival und wird je nach Kontext für Partner, Crush oder Kumpel verwendet – oft ironisch oder liebevoll.
  • Peak: Aus dem Englischen für „Gipfel“ – wenn etwas „Peak“ ist, dann ist es das Beste vom Besten.
  • Ragebait: Inhalte in sozialen Medien, die gezielt wütend machen sollen. Durch provokante Thesen oder Falschbehauptungen werden Kommentare und Reichweite generiert.
  • Schere: Kommt aus der Gaming-Szene und bedeutet so viel wie „Mein Fehler“ – eine knappe Entschuldigung nach einem dummen Patzer.
  • Süper: Das türkische Wort für „super“, viral geworden durch einen Ultramarathonläufer, der nach seinem Rennen im Interview einfach nur mit „Süper!“ antwortete. Es handelt sich um den Berliner Extremsportler Arda Saatçi.
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Warum „Mehrzweckeier“ nicht auf der Liste steht

Eine der spannendsten Geschichten rund um das Jugendwort 2026 dreht sich um einen Begriff, der es nicht in die Top 10 geschafft hat. „Mehrzweckeier“ wurde so häufig eingereicht, dass der Begriff locker für die engere Auswahl gereicht hätte. Trotzdem hat Langenscheidt ihn gestrichen.

Die Hintergrundstory: Ein Jugendlicher hatte bei einer Demo gegen die Wehrpflicht ein Schild mit „Merz leck Eier“ als Protest gegen den Bundeskanzler hochgehalten. Die Polizei beschlagnahmte das Schild, woraufhin das Internet die entschärfte Variante „Mehrzweckeier“ erschuf.

Auf Reddit wurde dann gezielt dazu aufgerufen, den Begriff massenhaft als Vorschlag einzureichen. Langenscheidt begründete den Ausschluss mit zwei Argumenten: Die Compliance-Regeln verbieten Begriffe, die auf der Schmähung einzelner Personen basieren. Außerdem dürfe das Jugendwort nicht als Werkzeug für koordinierte Kampagnen zweckentfremdet werden. Diese Entscheidung hat der Verlag in einem Statement ausführlich erklärt.

Welche Begriffe haben die besten Chancen?

Wer sich die Liste anschaut, erkennt sofort: TikTok, Gaming und Memes haben einen riesigen Einfluss darauf, welche Wörter plötzlich alle benutzen. Besonders spannend ist der Kandidat „67″, weil er im Grunde keine echte Bedeutung hat und trotzdem durch die Decke geht. „Süper“ hat wiederum eine sehr klare Origin-Story und diesen gewissen viralen Charme. Und „Digga“? Der Dauerbrenner könnte auch 2026 wieder überraschen.

Ein erfolgreicher Kandidat braucht in der Regel eine verständliche Verwendung, Wiedererkennungswert, Meme-Potenzial und genug emotionale Bindung, damit Leute tatsächlich abstimmen. Reine Bekanntheit reicht oft nicht aus.

Viele Jugendwörter funktionieren mittlerweile meta-ironisch und kommentieren den eigenen Sprachgebrauch. Deutsch-englische Mischformen prägen die Jugendsprache dabei schon seit Jahrzehnten.

Jetzt abstimmen: So gibst du deine Stimme ab

Die Abstimmung zum Jugendwort des Jahres 2026 von Langenscheidt läuft über die offizielle Seite jugendwort.de. Du hast noch bis zum 20. August Zeit, deinen Favoriten aus der Top 10 zu wählen. Danach geht es mit den drei meistgewählten Begriffen in die Finalrunde.

Letztes Jahr setzte sich „das crazy“ mit knappem Vorsprung durch. 2024 holte „Aura“ den Titel vor „Talahon“ und „Schere“. Welches Wort macht 2026 das Rennen? Das liegt jetzt an dir.

Falls du noch unentschlossen bist: Geh die Top 10 nochmal durch, schau dir die Begriffe auf TikTok an und frag dich, welches Wort du selbst am häufigsten benutzt. Genau das ist nämlich der Kern der ganzen Aktion – die Wahl soll die echte Sprachsituation junger Menschen abbilden. Laut den Projektverantwortlichen Jenny Dolpp und Artur Raiser spiegeln Jugendwörter wider, was junge Leute gerade beschäftigt, wie Langenscheidt betont. Also: Rauf auf die Seite und voten!

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