Zehn Tage australischer Busch, Reis mit Bohnen und jede Menge Drama – für Mirja du Mont war das Dschungelcamp 2026 ein Erlebnis, das sie am liebsten rückgängig machen würde. Denn nach ihrem Exit an Tag zehn hat die 50-Jährige ordentlich ausgepackt – und dabei vor allem Dschungelkönig Gil Ofarim ins Visier genommen. Der Frust sitzt offenbar tief, und die Schauspielerin scheut sich nicht, das auch klar zu sagen.
Zehn Jahre angefragt – und dann bereut
Besonders bitter: RTL hatte Mirja du Mont über einen langen Zeitraum hinweg fürs Dschungelcamp angefragt – sie feierte kurz vor dem Staffelstart am 23. Januar ihren 50. Geburtstag. Laut der Zeitschrift „Die Aktuelle“ soll der Sender sie ganze zehn Jahre lang kontaktiert haben, bevor sie schließlich einwilligte. Dass sie dieses eine Mal Ja sagte, bereut sie inzwischen zutiefst. Ihr Fazit in dem Magazin laut dem Originalbericht: Sie hätte lieber auch das elfte Mal absagen sollen.
Ein Satz, der sitzt. Und der ziemlich deutlich zeigt, wie enttäuscht Mirja du Mont über den Verlauf der Staffel wirklich ist.
Mirja du Mont über Gil Ofarim: Taktik statt Teamgeist?
Was genau hat ihren Frust ausgelöst? Ganz klar: Gil Ofarim. Nach ihrem Auszug ließ die Schauspielerin kein gutes Haar an dem Musiker. In der RTL-Sendung „Die Stunde danach“ schilderte sie ihre Beobachtungen aus dem Camp. Ihr Vorwurf: Gil habe sich in der ersten Woche auffällig zurückgehalten, kaum mit den anderen Campern geredet – und dann pünktlich zu den Nominierungen plötzlich den Fleißigsten gegeben. Wasser schleppen, Holz holen, überall mit anpacken – für Mirja du Mont wirkte das alles wie eine durchdachte Strategie, um bei den Zuschauern zu punkten.
Ob sie das Verhalten für berechnend hielt, um nicht rauszufliegen, sprach sie zwar nicht direkt aus – ihre Aussagen legten diese Vermutung aber ziemlich klar nahe.
Davidstern-Skandal als „Riesenpolitikum“ im Camp
Dass Gil Ofarim überhaupt im Dschungelcamp dabei war, hatte schon vor dem Start für hitzige Debatten gesorgt. Der 43-jährige Musiker gehörte zu den bekanntesten Gesichtern der diesjährigen Staffel – den meisten Fans dürfte er vor allem wegen der Davidstern-Affäre aus dem Jahr 2021 ein Begriff sein. Damals hatte er öffentlich behauptet, ein Hotelmitarbeiter in Leipzig habe ihn wegen seiner Davidstern-Kette diskriminiert. Vor dem Landgericht Leipzig räumte er später ein, die Vorwürfe erfunden zu haben, und entschuldigte sich.
Für Mirja du Mont war die Situation im Camp rund um Gil Ofarim laut „Die Aktuelle“ ein „Riesenpolitikum“ und „ziemlich aufwühlend für alle“. Die ganze Staffel sei von dieser Thematik überschattet gewesen – und genau das habe ihre Dschungel-Erfahrung nachhaltig geprägt.
Dschungelkönig Gil Ofarim – ein Sieg, der spaltet
Richtig bitter wurde es für Mirja du Mont dann am Finaltag: Nach 17 Tagen im australischen Dschungel kürte das Publikum Gil Ofarim zum Dschungelkönig 2026. Im Finale setzte sich der Musiker gegen Samira Yavuz und Hubert Fella durch – und kassierte dafür neben Krone und Zepter auch ein Preisgeld von 100.000 Euro.
Dass ausgerechnet Gil die Krone holte, ließ Mirja du Mont nicht kalt. Und sie stand mit ihrer Meinung nicht allein da: Simone Ballack sagte in der Final-Sendung über den Sänger, er „manipuliert Menschen komplett“. Bei einer anonymen Abstimmung der Camper selbst landete Hubert Fella auf Platz eins – und Gil auf dem letzten Platz. Der Unterschied zwischen Zuschauermeinung und Stimmung im Camp hätte kaum größer sein können.
Warum die Zuschauer trotzdem für Gil stimmten
Das Verrückte: Moderatorin Sonja Zietlow verriet nach dem Finale, dass Gil ab Tag eins in den Votings immer vorne gelegen hatte. Eine mögliche Erklärung? Das ständige Angreifen durch Mitcamperin Ariel könnte einen Mitleidseffekt erzeugt haben. Laut Moderator Jan Köppen gab es im Halbfinale sogar die höchsten Anruferzahlen seit der allerersten Staffel 2004.
Die Staffel hat die Zuschauer offenbar so stark polarisiert wie selten zuvor – und Gil Ofarim stand dabei permanent im Zentrum.
Mirja du Mont: Ruhig, harmonisch – und genau deshalb raus?
Dass es für Mirja du Mont im Dschungelcamp nicht weiter ging, lag möglicherweise auch an ihrem eher zurückhaltenden Auftreten. Sie galt als ruhige Kandidatin, die sich bewusst aus Streitereien heraushielt. Sie selbst beschrieb sich als harmonischen Typ und räumte ein, dass das für Reality-TV vielleicht „einfach zu wenig“ sei.
Ihr Exit an Tag zehn kam dennoch überraschend, denn in den täglichen Umfragen von t-online hatte sie stets zu den Favoriten gezählt. Moderatorin Sonja Zietlow vermutete, dass Mirja du Mont möglicherweise zu wenig polarisiert hatte.
Was bleibt vom Dschungelcamp 2026?
Diese Staffel wird wohl noch lange nachhallen. Die diesjährige Dschungel-Staffel hat die Zuschauer gespalten wie kaum eine zuvor. Für Mirja du Mont persönlich bleibt vor allem eines: die Erkenntnis, dass sie auf ihre innere Stimme hätte hören sollen – die ihr zehn Jahre lang gesagt hat, dass das Dschungelcamp nichts für sie ist.
Ihr Fazit klingt endgültig und lässt keinen Raum für Interpretationen. Die Schuld daran gibt sie nicht sich selbst, sondern vor allem dem Wirbel rund um Dschungelkönig Gil Ofarim – und einer Dynamik, mit der sie so nicht gerechnet hatte.
Ob Gil Ofarim auf die Kritik seiner ehemaligen Mitcamperin reagiert, bleibt abzuwarten. Nach seinem überraschenden Sieg dürfte ihm die Meinung der anderen Camper aber ohnehin recht egal sein – immerhin lag er laut RTL vom ersten Tag an ganz vorne. Das Dschungelcamp 2026 hat auf jeden Fall für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Und Mirja du Mont? Die dürfte beim nächsten Anruf von RTL wohl direkt auflegen.

