Fiona Erdmann (37) hat ein ehrliches Detail mit ihrer Community geteilt: Bei der Influencerin wurde Endometriose diagnostiziert. Für viele Fans kam die Nachricht überraschend – für Fiona selbst offenbar auch. Denn die ehemalige GNTM-Kandidatin gibt auf Instagram offen zu, dass die Erkrankung sie selbst kalt erwischt hat. Damit reiht sich die dreifache Mama in eine wachsende Reihe prominenter Frauen ein, die öffentlich über ihre Endometriose-Erfahrungen sprechen.
Was genau hat Fiona Erdmann auf Instagram geteilt?
„Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal so intensiv damit beschäftige… Endometriose war für mich lange etwas, von dem ich nur gehört habe. Jetzt gehört es zu meiner Realität“, schrieb sie auf Instagram. Worte, die nahgehen – und die zeigen, wie unerwartet diese Diagnose auch für jemanden sein kann, der bereits einiges im Leben durchgemacht hat.
Offenbar ist die Diagnose noch frisch, denn Fiona betont, sie wisse noch nicht genau, was das bedeute: „Ich weiß nur, dass jeder Verlauf anders ist.“ Statt Panik zeigt die 37-Jährige damit genau das, wofür ihre Follower sie lieben: echte Ehrlichkeit ohne Filter.
Wer ist Fiona Erdmann eigentlich?
Falls du den Namen nicht sofort zuordnen kannst – kleiner Recap: Fiona schaffte es in der zweiten Staffel von Germany’s Next Topmodel, die 2007 bei ProSieben gezeigt wurde, auf Platz vier. Seitdem hat sie sich eine beeindruckende Karriere aufgebaut.
2013 zog sie als Kandidatin von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ in den australischen Urwald. Am Ende landete sie auf Platz vier. Danach folgten weitere TV-Auftritte und der Aufbau ihrer Social-Media-Präsenz.
Heute lebt sie mit ihrem Partner und den drei Kindern in Dubai, ist Unternehmerin, Model und vor allem Vollzeitmama. Ihr jüngstes Kind, Sohn Taj Léon, kam am 12. Februar 2025 auf die Welt. Die älteren Geschwister Leo (geboren 2020) und Neyla (geboren 2022) machen die Familie komplett.
Fiona Erdmanns Geschichte: Starke Frau trotz schwerer Schicksalsschläge
Was viele nicht wissen: Fiona hat in den letzten Jahren unglaublich viel durchgemacht. Ihr erster Ehemann kam im Sommer 2017 bei einem Motorradunfall in Wien ums Leben. Kurz zuvor, im Jahr 2016, war Fionas Mutter im Alter von nur 56 Jahren verstorben.
Sie zog nach Dubai, weil sie eine Verbindung dorthin hatte. Dort lebten Menschen, die sie in dieser schweren Zeit aufgefangen haben. Außerdem musste sie auf dem Weg zum dritten Kind zwei Fehlgeburten verkraften – 2021 verlor sie ein Baby, Anfang 2024 folgte eine erneute Fehlgeburt.
Dass sie nun zusätzlich die Endometriose-Diagnose erhält, zeigt einmal mehr: Das Leben schreibt keine geraden Geschichten. Aber Fiona beweist immer wieder, dass sie nicht aufgibt.
Endometriose: Was steckt hinter der Erkrankung?
Okay, aber was ist Endometriose überhaupt? Kurz und knapp: Endometriose ist eine gutartige, jedoch chronisch verlaufende Erkrankung. Bei Endometriose wächst Gewebe, welches der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle.
Die Zahlen sind heftig: Laut der Endometriose-Vereinigung Deutschland sind schätzungsweise zwischen 8 und 15 Prozent aller Mädchen und Frauen betroffen – das sind in Deutschland ca. 2 Millionen Menschen.
Typische Symptome sind unter anderem:
- Starke Unterleibsschmerzen, besonders während der Periode
- Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen
- Chronische Bauch- und Rückenschmerzen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Eingeschränkte Fruchtbarkeit
Das Tückische daran: Vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnosestellung vergehen im Durchschnitt siebeneinhalb Jahre. Das liegt unter anderem daran, dass die Beschwerden oft als „normale Regelschmerzen“ abgetan werden. Endometriose wird deshalb auch als „Chamäleon der Gynäkologie“ bezeichnet.
Warum Fionas Offenheit so wichtig ist
Schon in der Vergangenheit machte Fiona sich mit starken Botschaften auf Social Media bemerkbar. Dabei macht die ehemalige GNTM-Kandidatin sich vor allem für Frauen stark. Ob Fehlgeburten, Körperveränderungen nach der Schwangerschaft oder nun ihre Endometriose-Diagnose – Fiona redet Klartext.
Und genau das braucht es. Denn trotz der schweren Symptome wird Endometriose noch immer nicht als das gesehen, was sie ist: eine ernsthafte, chronische Krankheit mit potenziell lebenslangen Folgen. Obwohl Millionen Frauen betroffen sind, wird sie in der Gesellschaft noch immer zu wenig thematisiert. Viele fühlen sich nicht ernst genommen.
Wenn eine Person des öffentlichen Lebens wie Fiona Erdmann offen über ihre Endometriose-Diagnose spricht, hilft das enorm dabei, die Erkrankung sichtbarer zu machen. Besonders junge Frauen, die vielleicht selbst unter unerklärlichen Schmerzen leiden, könnten dadurch den Mut finden, ärztliche Hilfe zu suchen.
Endometriose und Kinderwunsch: Ein Thema, das viele betrifft
Gerade für Fiona, die zwei Fehlgeburten durchlebt hat, dürfte ein Aspekt besonders relevant sein: Eine weit verbreitete Folge der Endometriose ist die eingeschränkte Fruchtbarkeit. Laut der Frauenärzte im Netz steckt bei etwa jeder zweiten Frau mit unerfülltem Kinderwunsch eine Endometriose dahinter.
Ob und inwiefern die Erkrankung bei Fiona mit ihren bisherigen Schwangerschaftskomplikationen zusammenhängt, ist natürlich nicht bekannt. Das wäre reine Spekulation – und die hat in dieser Geschichte nichts zu suchen.
Wie geht es für Fiona Erdmann jetzt weiter?
In ihrem Privatleben wird Fiona mehr als genug zu tun haben. Sie lebt mit ihrem Partner und den drei Kindern in Dubai, ist Unternehmerin, Model und vor allem Vollzeitmama. Zusätzlich zur Endometriose-Diagnose managt sie also den Alltag mit drei kleinen Kindern. Respekt dafür.
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass Fiona den für sie richtigen Umgang mit der Erkrankung findet. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von medikamentöser Therapie über Schmerzmanagement bis hin zu operativen Eingriffen. Jeder Verlauf ist anders – genau das hat Fiona selbst ja betont.
Eins ist sicher: Ihre Community steht hinter ihr. Und wenn Fionas Offenheit auch nur einer einzigen Person dabei hilft, die eigenen Symptome ernster zu nehmen und sich ärztlichen Rat zu holen, dann hat sie damit schon unglaublich viel bewirkt.

