Mit 14 war nur der kleine Nebenjob drin. Ändert sich das mit 15? Tatsächlich ja, zumindest ein gutes Stück. Ob und wie viel du mit 15 arbeiten darfst, hängt vor allem an zwei Dingen: ob du noch zur Schule musst und ob gerade Ferien sind. Was erlaubt ist, wie viele Stunden gehen und welche Jobs passen, klären wir hier.
Darf man mit 15 arbeiten?
Ja. Ab 15 zählst du rechtlich als Jugendlicher statt als Kind. Der Haken: Solange du noch vollzeitschulpflichtig bist, und das ist mit 15 fast immer so, wirst du während der Schulzeit weiter wie ein Kind behandelt. Heißt leichte Tätigkeiten, das Okay der Eltern und maximal zwei Stunden am Tag, also genau wie mit 14.
Der große Unterschied kommt in den Ferien.
Ferienjob mit 15: das ist neu

Das ist der eigentliche Gewinn gegenüber 14. Ab 15 darfst du in den Schulferien einen richtigen Ferienjob machen, erlaubt sind bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr. In dieser Zeit darfst du deutlich länger ran als sonst.
Damit sind auch Jobs drin, die mit 14 noch tabu waren, vom Aushelfen im Laden bis zur Mithilfe im Lager. Außerhalb der Ferien bleibt es dagegen beim kleinen Nebenjob mit leichten Tätigkeiten.
Wie viele Stunden darf man mit 15 arbeiten?
In der Schulzeit bleibt es bei den zwei Stunden täglich für leichte Tätigkeiten. Im Ferienjob gelten dann die Zeiten für Jugendliche:
- maximal 8 Stunden am Tag
- höchstens 40 Stunden pro Woche
- an maximal 5 Tagen die Woche
- grundsätzlich zwischen 6 und 20 Uhr
- mindestens 12 Stunden Pause bis zum nächsten Arbeitstag
Samstag und Sonntag sind grundsätzlich frei, abgesehen von einzelnen Branchen, die dir dafür einen anderen Tag freigeben.
Welche Jobs sind mit 15 erlaubt?

Im Ferienjob öffnet sich die Liste deutlich. Üblich und erlaubt sind zum Beispiel:
- Aushilfe im Verkauf oder an der Kasse
- Regale einräumen
- Hilfsarbeiten im Lager
- leichte Bürojobs
- Hilfe in der Gastronomie, servieren aber erst ab 16 und nur bis 22 Uhr
- Ernte- und Gartenarbeit
Tabu bleiben gefährliche Arbeiten, Akkord, Nachtschichten und alles mit schweren Lasten oder gefährlichen Stoffen. In der Schulzeit gilt weiter die kurze Liste leichter Tätigkeiten wie Zeitungen austragen, Babysitten oder Nachhilfe.
Wie viel verdient man mit 15?
Einen festen Lohn schreibt das Gesetz nicht vor. Der Mindestlohn gilt für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Ausbildung nicht, die Bezahlung handelst du also frei aus. Ein kurzer Ferienjob läuft meist als Minijob, von dem du in der Regel den vollen Betrag behältst. An zwei, drei Ferienwochen kommt da schon ein ordentliches Polster zusammen.
Was ab 16 und nach der Schulpflicht gilt
Sobald du nicht mehr vollzeitschulpflichtig bist, meist nach dem neunten oder zehnten Schuljahr, fällt die Zwei-Stunden-Grenze weg. Dann darfst du wie andere Jugendliche bis zu acht Stunden am Tag regulär arbeiten oder eine Ausbildung beginnen. Mit 16 kommt dazu, dass du im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr aushelfen darfst, mehr dazu unter wie lange man mit 16 arbeiten darf. Festgehalten ist das alles im Jugendarbeitsschutzgesetz, das bundesweit für alle gleich gilt.
Unterm Strich ist mit 15 vor allem der Ferienjob dein Sprungbrett zum ersten größeren Verdienst. Wie der Einstieg schon mit 13 und 14 aussieht, steht in unserem Überblick dazu, was man mit 14 arbeiten darf. Und wenn du wissen willst, wie viel ohne Job in deinem Alter normal ist, hilft die Taschengeldtabelle nach Alter.

