Mit 16 läuft beim Jobben deutlich mehr als noch mit 15: mehr Jobs, längere Abende, mehr Geld. Aber wie lange darf man mit 16 arbeiten, wie viele Stunden am Tag und bis wann abends? Die Grenzen sind klar, mit ein paar Ausnahmen, die gerade ab 16 dazukommen. Hier bekommst du den Überblick.
Wie lange darf man mit 16 arbeiten?
Mit 16 zählst du als Jugendlicher, und damit gelten feste Höchstgrenzen. Erlaubt sind bis zu acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche, verteilt auf maximal fünf Tage. An einzelnen Tagen dürfen es bis zu 8,5 Stunden sein, wenn du dafür an einem anderen Tag kürzer arbeitest.
Dazu kommen feste Pausen: bei mehr als viereinhalb Stunden mindestens 30 Minuten, bei mehr als sechs Stunden mindestens 60 Minuten. Die sind Pflicht, nicht freiwillig.
Bis wie viel Uhr darf man mit 16 arbeiten?

Grundsätzlich darfst du nur zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten. Ab 16 gibt es aber Branchen, in denen du länger ranbleiben darfst:
- Gaststätten- und Schaustellergewerbe: bis 22 Uhr
- mehrschichtige Betriebe: bis 23 Uhr
- Landwirtschaft: ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr
- Bäckereien und Konditoreien: ab 5 Uhr
Und eine Ausnahme von der Ausnahme: Hast du am nächsten Tag vor 9 Uhr Berufsschule, ist auch in diesen Branchen um 20 Uhr Schluss.
Welche Jobs sind mit 16 erlaubt?

Die Auswahl ist jetzt deutlich größer als mit 14 oder 15. Üblich sind zum Beispiel:
- Servieren und Aushilfe in der Gastronomie, jetzt bis 22 Uhr
- Verkauf und Kasse
- Lager und Logistik
- Büro- und Aushilfsjobs
- Einräumen und Auffüllen im Einzelhandel
Tabu bleiben gefährliche Arbeiten, Akkord und Nachtschichten sowie alles mit schweren Lasten oder gefährlichen Stoffen. Auch mit 16 hat das Gesetz also ein Auge darauf, dass du dich nicht überlastest.
Samstag und Sonntag mit 16
Am Wochenende gilt für Jugendliche grundsätzlich ein Arbeitsverbot. Branchen wie Gastronomie, Krankenhäuser oder Landwirtschaft sind davon ausgenommen, dann bekommst du als Ausgleich einen anderen Tag in der Woche frei. Mindestens zwei Samstage und zwei Sonntage im Monat müssen aber frei bleiben, dein Wochenende ist dir also nicht komplett genommen.
Wie viel verdient man mit 16?
Einen Mindestlohn gibt es für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Ausbildung nicht, den Lohn handelst du also frei aus. Machst du dagegen eine Ausbildung, steht dir eine gesetzlich geregelte Mindestausbildungsvergütung zu, die ist also gesichert.
Praktikum mit 16
Beim Schülerpraktikum gelten dieselben Arbeitszeiten wie sonst für Jugendliche, also bis zu acht Stunden am Tag. Es zählt als Teil der Schule und nicht als bezahlter Job, eine Vergütung gibt es dafür in der Regel nicht. Dafür sammelst du echte Einblicke, die dir bei der Berufswahl helfen.
Schule, Ausbildung und der rechtliche Rahmen

Ob die vollen Jugendlichen-Zeiten für dich gelten, hängt daran, ob du noch vollzeitschulpflichtig bist. Mit 16 ist die Vollzeitschulpflicht meist vorbei, dann kannst du regulär arbeiten oder eine Ausbildung beginnen. Bist du noch vollzeitschulpflichtig, bleibt es außerhalb der Ferien beim kleinen Nebenjob. Den rechtlichen Rahmen steckt das Jugendarbeitsschutzgesetz ab, für das bundesweit das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zuständig ist.
Wie der Weg dahin aussah, liest du in unseren Überblicken dazu, was man mit 15 arbeiten darf und was man mit 14 arbeiten darf. Und wie viel ohne Job in deinem Alter üblich ist, zeigt die Taschengeldtabelle nach Alter.

