Lange Zeit galten schillernde Galas, Filmpremieren oder exklusive Partys als die Orte, an denen Prominente ihre großen Lieben trafen. Heute sieht die Realität ganz anders aus. Das Smartphone ist zum wichtigsten Werkzeug bei der Suche nach der perfekten Partnerschaft geworden. Stars greifen längst zum Handy, um den Richtigen oder die Richtige zu finden. Manche Liebesgeschichten verblüffen das Publikum total, während andere Konstellationen sofort einleuchten und treuen Fans ein jubelndes „Wusste ich’s doch!“ entlocken.
Wie die Stars virtuell auf Partnersuche gehen
Werbung für die Liebe im Netz sieht man überall, und das Konzept funktioniert für Hollywoodgrößen genauso reibungslos wie für den Rest der Gesellschaft. Auf Plattformen wie dem Dating-Portal MichVerlieben suchen unzählige Menschen täglich nach einem passenden Gegenstück. Die Reichen und Schönen haben zwar oft Zugang zur geschlossenen App Raya, die als Geheimtipp für Prominente gilt, der Mechanismus bleibt aber exakt gleich. Man legt ein Profil an, lädt vorteilhafte Bilder hoch und wartet auf den magischen Moment, wenn das System einen Treffer meldet. Die Distanz des Internets gibt bekannten Persönlichkeiten die Chance, abseits von Paparazzi und neugierigen Blicken entspannt erste Gespräche zu führen. Ohne störende Kameras entsteht ein geschützter Raum für ein ehrliches Kennenlernen.
Simone Biles und Jonathan Owens: Volltreffer auf Raya
Die erfolgreiche Turnerin Simone Biles und der Football-Profi Jonathan Owens beweisen eindrucksvoll, dass ein Wischen auf dem Bildschirm geradewegs vor den Traualtar führen kann. Beide nutzten die VIP-Plattform Raya. Im Frühjahr 2020 kam es zum Match. Owens gab später lachend zu, dass er anfangs gar nicht realisierte, wen er da eigentlich vor sich hatte. Aus ein paar getippten Nachrichten wurden bald stundenlange Telefonate und am Ende echte Treffen fernab der Öffentlichkeit. Heute sind die beiden glücklich verheiratet und teilen ihr gemeinsames Leben gerne mit ihren Fans. Diese Geschichte zeigt anschaulich, dass der erste Kontakt per App eine unglaubliche Nähe schaffen kann, wenn beide Seiten offen dafür sind.
Wenn ein Schauspieler auf eine Sängerin trifft
Ein weiteres Paar, das sein privates Glück der Technologie verdankt, sind Lily Allen und David Harbour. Die britische Musikerin und der amerikanische Schauspieler lernten sich ebenfalls über eine App kennen. Harbour nutzte als Profilbild ein Foto von sich in seiner Rolle als Polizist aus seiner Erfolgsserie. Allen verriet in Interviews, dass sie das Format gar nicht kannte. Sie dachte schlicht, er sei ein gut aussehender Mann in einer Uniform. Manchmal braucht es genau diese Unbefangenheit für die wahre Liebe. Die Funken flogen sofort über den Atlantik hinweg. Die Hochzeitsglocken läuteten später in Las Vegas, mittlerweile ist das Paar jedoch schon wieder getrennt.
Auch deutsche Prominente swipen mit
Der Trend beschränkt sich keineswegs auf die Vereinigten Staaten oder Großbritannien. In Deutschland greifen bekannte Gesichter genauso selbstverständlich zu ihren Smartphones. Moderatorin Charlotte Würdig sprach sehr offen darüber, nach ihrer Trennung Dating-Apps ausprobiert zu haben, um unkompliziert neue Menschen zu treffen. Es geht dabei oft einfach darum, den eigenen Horizont zu erweitern und locker ins Gespräch zu kommen. Comedian Oliver Pocher meldete nach seiner letzten Trennung öffentlich Interesse an der App Raya an. Seine Ex-Frau Amira lernte er ursprünglich über Tinder kennen. Obwohl diese Ehe mittlerweile beendet ist, untermauert das Beispiel, dass virtuelle Netzwerke echte Begegnungen ermöglichen.
Die Normalität der Flirts im Netz
Dass Menschen im Rampenlicht den exakt gleichen Weg zur Liebe wählen wie Personen abseits der Kameras, macht die Stars enorm nahbar. Es verdeutlicht, dass Berühmtheit nicht vor dem Gefühl der Einsamkeit schützt und der Wunsch nach Geborgenheit absolut universell ist. Ob man nun in einer Villa wohnt oder im ganz normalen Büro arbeitet: Ein lockeres „Hallo“ im Chat markiert häufig den Beginn einer großen Romanze. Das Smartphone baut unsichtbare Brücken. Zwei Menschen, die sich im echten Leben wegen unterschiedlicher Wohnorte oder Berufe nie begegnet wären, finden plötzlich zueinander. Die Suche nach Liebe funktioniert heute ganz wunderbar per Mausklick.

