Der Ramadan 2026 ist da und Millionen Muslime in Deutschland fasten gerade von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Aber wann genau ist Iftar? Wie sehen die Gebetszeiten in deiner Stadt aus? Und wann steigt das Zuckerfest? Egal ob du selbst fastest oder einfach mehr über den Fastenmonat wissen willst – hier bekommst du alle wichtigen Daten und Infos zum Ramadan 2026.
Wann beginnt und endet der Ramadan 2026?
Der Ramadan 2026 hat in Deutschland am 19. Februar begonnen und endet am 19. März. Der Konsens über den Beginn des Ramadans herrscht unter den islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland bereits seit 2008. Das Datum richtet sich dabei nach dem islamischen Mondkalender.
Da der islamische Mondkalender im Vergleich zum gregorianischen Sonnenkalender jedes Jahr um zehn bis elf Tage kürzer ist, verschiebt sich das Datum des Ramadans jährlich. Deshalb fällt der Fastenmonat dieses Jahr in den späten Winter und frühen Frühling – und das hat einen echten Vorteil für alle Fastenden in Deutschland.
Die Fastenstunden im Ramadan 2026 sind in Deutschland moderater als in den Sommermonaten. Im Vergleich zu einem Sommer-Ramadan, bei dem teilweise über 18 Stunden gefastet wird, liegt die tägliche Fastenzeit aktuell bei rund 12 bis 13 Stunden. Deutlich angenehmer also.
Iftar 2026: Wann ist Fastenbrechen in Deutschland?
Das Iftar – also das tägliche Fastenbrechen – ist für viele Muslime der emotionalste Moment des Tages. Iftar bezeichnet das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang und fällt mit dem Maghrib-Gebet zusammen.
Weil der Sonnenuntergang je nach Standort variiert, gibt es in jeder Stadt andere Uhrzeiten. Hier eine Übersicht der Iftar-Zeiten zum Start des Ramadans (19. Februar 2026) in den größten deutschen Städten:
| Stadt | Sahur (letztes Essen) | Iftar (Fastenbrechen) |
|---|---|---|
| Berlin | 05:21 Uhr | 17:32 Uhr |
| Hamburg | 05:34 Uhr | 17:44 Uhr |
| München | 05:30 Uhr | 17:48 Uhr |
| Köln | 05:48 Uhr | 18:01 Uhr |
| Frankfurt | 05:41 Uhr | 17:56 Uhr |
Die Zeiten ändern sich täglich und verschieben sich im Laufe des Monats nach hinten, weil die Sonne immer später untergeht. Da der Sonnenuntergang von Tag zu Tag und je nach geografischer Position variiert, wird das Fastenbrechen in östlich gelegenen Städten wie Berlin früher stattfinden als in westlich gelegenen Städten wie Köln.
Wo findest du die tagesaktuellen Iftar-Zeiten?
Einen Ramadan-Kalender kann man bei der Moschee erhalten oder aus dem Internet herunterladen. Zusätzlich gibt es praktische Apps wie „Muslim Pro“ oder die Seiten von IslamiQ, die einen Überblick über die Iftar-Zeiten für die Großstädte in Deutschland bieten.
Am besten checkst du regelmäßig die Gebetszeiten deiner lokalen Moschee, denn je nach Berechnungsmethode kann es kleine Abweichungen geben.
Die fünf Gebetszeiten im Ramadan 2026
Auch während des Fastenmonats gelten die fünf täglichen Pflichtgebete. Die Zeiten richten sich nach dem Stand der Sonne: Fajr (Morgendämmerung) markiert den Beginn des Fastens, Dhuhr ist das Mittagsgebet, Asr das Nachmittagsgebet, Maghrib das Abendgebet bei Sonnenuntergang (und damit die Erlaubnis zum Fastenbrechen) und Isha das Nachtgebet.
Besonders im Ramadan bekommen die Gebete nochmal eine ganz eigene Bedeutung. Die Moscheen sind voller als sonst und die Atmosphäre ist wirklich besonders.
Tarawih: Das besondere Nachtgebet im Ramadan
Ein echtes Highlight des Fastenmonats ist das Tarawih-Gebet. Tarawih heißt ein besonderes Gebet im Islam. Viele Muslime beten es im Fastenmonat Ramadan nach dem Nachtgebet. Das Tarawih ist in viele Abschnitte unterteilt.
„Tarāwīh“ ist die Pluralform des arabischen Worts „tarwīha“, was übersetzt „Erholung“, „Erquickung“ oder „Pause“ bedeutet. Der Begriff verweist auf die Erholungsphasen zwischen den jeweiligen Gebetsabschnitten.
Was das Tarawih-Gebet so besonders macht:
- Über die täglichen Gebetseinheiten der Tarāwīh wird innerhalb des Ramadans der gesamte Koran rezitiert.
- Das Tarawih-Gebet wird ausschließlich im Monat Ramadan verrichtet und gehört zu den betonten Sunna-Handlungen.
- Die Dauer der Gebete beträgt insgesamt bis zu 90 Minuten, je nach der Schnelligkeit der Rezitation.
- Gerade in Ländern mit überwiegend nichtmuslimischer Bevölkerung tritt vor allem hier die gemeinschaftliche Dimension des Ramadan hervor. Wer tagsüber arbeiten muss, hat jetzt die Gelegenheit, mit anderen Menschen in der Moschee zusammenzukommen.
Das erste Tarawih-Gebet fand am Abend des 18. Februar 2026 statt, das letzte findet am Abend des 18. März statt.
Laylat al-Qadr: Die Nacht der Bestimmung
In den letzten zehn Nächten des Ramadans verbirgt sich eine ganz besondere Nacht: die Laylat al-Qadr, auch „Nacht der Bestimmung“ genannt. Die letzten zehn Tage des Ramadans haben eine immense spirituelle Bedeutung. Diese Periode beginnt am Abend des 9. März 2026 und geht bis zum Abend des 19. März. Sie umfasst die Laylat al-Qadr – eine Nacht, in der die Belohnungen für gute Taten die von tausend Monaten übersteigen.
Die Laylat al-Qadr 2026 wird auf eine der ungeraden Nächte der letzten zehn Nächte erwartet, besonders auf die Nacht des 16. oder 17. März. Viele Muslime verbringen diese Nächte komplett in der Moschee mit Gebet und Koranrezitation.
Zuckerfest 2026: Wann wird Eid al-Fitr gefeiert?
Nach 29 Tagen Fasten kommt die große Belohnung: das Zuckerfest. Das Ramadanfest wird vom 20. bis 22. März 2026 gefeiert. Wie auf ruhrnachrichten.de berichtet, wird der Ramadan 2026 in Deutschland voraussichtlich am Abend des 19. März enden.
Das Ende des Ramadans wird mit dem Zuckerfest gefeiert, einem Fest, das mit speziellen Gemeinschaftsgebeten, Essen und Geschenken für Kinder beginnt. Für die Bayram-Gebete am Morgen des 20. März gibt es je nach Stadt verschiedene Startzeiten:
- Berlin: 06:43 Uhr
- München: 06:50 Uhr
- Hamburg: 06:56 Uhr
- Köln: 07:09 Uhr
- Frankfurt: 07:02 Uhr
Zakat al-Fitr: Was du zum Pflichtalmosen wissen solltest
Vor dem Eid-Gebet ist jeder Muslim verpflichtet, die sogenannte Zakat al-Fitr zu entrichten. Zakat al-Fitr ist eine Pflichtspende, die jeder Muslim am Ende des Ramadans vor dem Eid-Gebet gibt. Ihr Zweck ist es, Fehler während des Fastens zu reinigen und bedürftigen Familien ein würdevolles Fest zu ermöglichen. Für den Ramadan 2026 liegt der Betrag in Deutschland bei 13 Euro pro Person – und zwar für jedes Mitglied des Haushalts, einschließlich Kinder.
Tipps für Nicht-Muslime: So zeigst du Respekt
Du fastest selbst nicht, willst aber deinen Freunden oder Kollegen gegenüber respektvoll sein? Hier ein paar einfache Dinge, die wirklich viel ausmachen:
- Biete Fastenden nichts zu essen oder trinken an während der Fastenzeit
- Plane gemeinsame Essen möglichst nach dem Iftar
- Zeig Verständnis, wenn sich jemand kurz zum Beten zurückzieht
- Ein einfaches „Ramadan Mubarak“ kommt immer gut an
Der Ramadan 2026 fällt in eine richtig gute Jahreszeit – die Fastenstunden sind moderat und das Zuckerfest liegt perfekt am Frühlingsbeginn. Ob du gerade selbst mitten im Fasten steckst oder einfach neugierig warst: Ramadan Mubarak an alle, die feiern!

