Wie viel Taschengeld ist eigentlich normal, und bekommst du vielleicht zu wenig? Genau das wollen die meisten wissen, wenn angeblich alle Freunde mehr kriegen. Die offizielle Orientierung dafür liefert die Taschengeldtabelle.
Taschengeldtabelle: so viel Taschengeld nach Alter
Diese Richtwerte empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut, das sie zuletzt an die Inflation angepasst hat. Bei den Jüngeren wird wöchentlich gezahlt, ab etwa zehn Jahren dann monatlich.
| Alter | Empfohlenes Taschengeld |
|---|---|
| unter 6 Jahre | 1 bis 2 Euro pro Woche |
| 6 bis 9 Jahre | 2 bis 4 Euro pro Woche |
| 10 bis 11 Jahre | 20 bis 25 Euro pro Monat |
| 12 bis 14 Jahre | 25 bis 40 Euro pro Monat |
| 15 bis 16 Jahre | 40 bis 60 Euro pro Monat |
| 17 bis 18 Jahre | 60 bis 75 Euro pro Monat |
Die Zahlen sind Richtwerte und werden bewusst als Spanne genannt. Wie viel am Ende rauskommt, hängt von Alter, Reife und dem Budget der Familie ab, und davon, was du selbst bezahlen musst.
Wie viel Taschengeld mit 14?

Mit 14 fällst du in die Gruppe der 12- bis 14-Jährigen, für die 25 bis 40 Euro im Monat empfohlen werden, als Älteste der Gruppe also eher am oberen Ende. Ab 14 ergibt außerdem ein sogenanntes Budgetgeld Sinn.
Das ist ein extra Betrag, der klar getrennt vom Taschengeld für feste Ausgaben wie Kleidung gedacht ist. So lernst du, größere Posten selbst einzuteilen, ohne dass dein Taschengeld dafür komplett draufgeht.
Empfehlung oder Wirklichkeit: so viel gibt es real
Die Tabelle zeigt, was empfohlen wird. Was Kinder tatsächlich bekommen, weicht oft davon ab. Erhebungen zeigen: Ein Zehnjähriger liegt real bei etwa 15 Euro im Monat, mit zwölf sind es rund 20 Euro, 16-Jährige kommen im Schnitt auf etwa 40 und 17-Jährige auf rund 50 Euro.
Für deine Verhandlung heißt das: Die Empfehlung ist dein Argument nach oben, der Durchschnitt zeigt, was gerade üblich ist. Mit beidem im Rücken wirkst du im Gespräch deutlich sachlicher.
Wofür geben Jugendliche ihr Taschengeld aus?
Spannend ist auch, wohin das Geld fließt. Bei jüngeren Kindern bis etwa 13 stehen kleine Alltagskäufe im Vordergrund, also Süßigkeiten, ein Comic oder mal ein Sticker-Päckchen. Ab etwa zehn bis fünfzehn rückt laut einer Bertelsmann-Studie das Geld für Aktivitäten mit Freunden nach vorne, etwa Kino, Essen gehen oder gemeinsam etwas unternehmen.
Genau dieser Wandel ist mit ein Grund, warum die Empfehlungen mit dem Alter steigen. Wer mehr unternimmt, braucht auch etwas mehr Spielraum.
Ab wann gibt es Taschengeld?

Empfohlen wird, spätestens zum Schulstart anzufangen, also etwa ab sechs Jahren. Wer mag, kann schon mit vier oder fünf mit ein paar Cent pro Woche starten.
Der Grund: Sobald Kinder rechnen können, lernen sie mit eigenem Geld, Wünsche und Preise einzuschätzen. Wichtiger als die Höhe ist dabei die Regelmäßigkeit.
Wöchentlich oder monatlich auszahlen?
Bei kleinen Kindern bewährt sich die wöchentliche Auszahlung, weil ein ganzer Monat schwer zu überblicken ist. Ab etwa zehn Jahren wird meist auf monatlich umgestellt.
Der Gedanke dahinter: Wer einen ganzen Monat mit einer Summe auskommen muss, lernt fast automatisch zu planen. Wichtig ist, dass das Geld pünktlich kommt. Als Strafe gekürzt oder gestrichen werden sollte es dagegen nicht, sonst verliert es seinen Lerneffekt.
Recht auf Taschengeld: was du damit kaufen darfst
Ein gesetzliches Anrecht auf Taschengeld gibt es nicht, die Tabelle ist eine Empfehlung und keine Vorschrift. Über das Geld, das du bekommst, darfst du aber frei verfügen.
Der sogenannte Taschengeldparagraph erlaubt dir, kleinere Dinge ohne Rückfrage zu kaufen, etwa Süßigkeiten, ein Spiel oder Kinokarten. Größere Anschaffungen, Abos oder Verträge deckt er nicht ab, dafür müssen deine Eltern zustimmen. Wo sie sonst noch mitreden, liest du im Überblick dazu, was man mit 16 darf.
Taschengeld aufs Konto oder per Karte?
Spätestens ab etwa zwölf bis vierzehn Jahren kann es praktisch sein, das Taschengeld per Dauerauftrag aufs eigene Girokonto zu zahlen. Ein Konto darfst du mit Zustimmung deiner Eltern eröffnen.
Eine Debitkarte hilft dann, das bargeldlose Bezahlen zu üben. Wichtig: Jugendkonten haben keinen Dispo, du kannst dich also nicht verschulden. So bleibt das Taschengeld ein sicheres Lernfeld.
Tipps für mehr Taschengeld

Du findest, es dürfte ruhig etwas mehr sein? Dann zählen vor allem der richtige Moment, gute Argumente und ein bisschen Eigeninitiative. Wir zeigen dir extra, wie du mehr Taschengeld bekommst.
Wie viel Taschengeld am Ende fair ist, bleibt Verhandlungssache zwischen dir und deinen Eltern. Die Tabelle gibt dir dafür eine sachliche Grundlage. Und je verantwortungsvoller du mit dem Geld umgehst, desto leichter fällt das Gespräch beim nächsten Mal.

