Montag, 9. März 2026

Mondfinsternis im März 2026: Wann sieht man den Blutmond?

Totale Mondfinsternis 2026 – alle Uhrzeiten, die besten Orte und wie du den Blutmond trotzdem siehst

Am 3. März 2026 wandert der Mond komplett durch den Kernschatten der Erde – und erscheint dabei leuchtend rot, was ihm den Namen „Blutmond“ eingebracht hat. Die Mondfinsternis im März 2026 ist das astronomische Highlight des Jahres und sorgt weltweit für Aufsehen. In manchen Regionen der Erde gibt es ein besonderes Spektakel zu sehen – Europa geht dabei aber leer aus. Trotzdem gibt es Wege, den Blutmond 2026 mitzuerleben. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

Was passiert bei der totalen Mondfinsternis am 3. März?

Der Vollmond im März 2026 ist besonders, weil er mit der totalen Mondfinsternis zusammenfällt. Das macht ihn zu einem sogenannten Blutmond, also zu einem Vollmond, der für kurze Zeit rötlich erscheint.

Die Färbung entsteht, weil der Mond in den Schatten der Erde tritt. Das Sonnenlicht, das durch die Erdatmosphäre gebrochen wird, erreicht den Mond aber trotzdem – und lässt ihn von der Erde aus blutrot erscheinen. Stell dir das so vor: Alle Sonnenauf- und -untergänge der Welt werden gleichzeitig auf die Mondoberfläche projiziert. Ziemlich wild, oder?

Eine totale Mondfinsternis ist nur möglich, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen. Das klingt simpel, passiert aber nur selten in perfekter Konstellation.

Uhrzeiten und Ablauf: Wann genau wird der Mond rot?

Die Mondfinsternis am 3. März 2026 beginnt um 08:44 Uhr UTC mit der Penumbraphase. Der totale Schatten tritt ab 09:50 Uhr UTC ein, die maximale Mondfinsternis wird etwa um 11:33 Uhr UTC erreicht.

Hier die wichtigsten Zeiten im Überblick:

Phase Uhrzeit (UTC)
Beginn Halbschattenfinsternis 08:44 Uhr
Beginn partielle Finsternis 09:50 Uhr
Beginn Totalität (Blutmond) 11:04 Uhr
Maximum der Finsternis 11:33 Uhr
Ende Totalität 12:03 Uhr
Ende partielle Finsternis 13:17 Uhr

Die Totalität – also der Zeitraum, in dem die gesamte Mondoberfläche rötlich-orange erscheint – dauert 58 Minuten. Das gesamte Schauspiel inklusive aller Phasen erstreckt sich über 5 Stunden und 38 Minuten.

Wo kann man den Blutmond 2026 beobachten?

Nicht überall auf der Welt bekommt man etwas vom Spektakel mit. Die besten Plätze hat man in den östlichen Teilen Asiens, im Osten Australiens, in Neuseeland, im Pazifikraum und in Teilen des westlichen Nordamerikas.

Konkret sieht die Sichtbarkeit so aus:

  • Komplette Finsternis sichtbar: Nordost-Asien, nordwestliches Nordamerika, zentraler Pazifik
  • Totalität sichtbar (Mond geht während Finsternis auf/unter): Ostasien, Australien, westliches Nordamerika
  • Nur partielle Phase sichtbar: Zentralasien, Teile Südamerikas
  • Nicht sichtbar: Europa, Afrika, Naher Osten

Laut Time and Date sehen nur 2 % der Weltbevölkerung – rund 176 Millionen Menschen – alle Phasen der Finsternis. Allerdings werden fast 31 %, also rund 2,5 Milliarden Menschen, die Totalität komplett beobachten können.

Warum Europa und Deutschland diesmal leer ausgehen

Schlechte Nachrichten für alle Sternegucker in Deutschland, Österreich und der Schweiz: In Deutschland findet die Mondfinsternis um 12:33 Uhr deutscher Zeit statt. Zum Zeitpunkt des Maximums steht der Mond hierzulande bereits weit unter dem Horizont. Tagsüber steht der Mond schlicht auf der anderen Seite der Erde – da hilft auch das beste Fernglas nichts.

In Europa, Afrika und weiten Teilen des Nahen Ostens ist das Ereignis deshalb nicht zu beobachten. Bei uns zu sehen sind dafür diese Himmelsereignisse 2026: Das erwartet dich am Nachthimmel

Livestreams: So erlebst du die Mondfinsternis trotzdem

Kein Grund zur Enttäuschung! Du musst nicht nach Australien fliegen, um den roten Mond zu sehen. Wer sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen möchte, kann das Spektakel über Livestream-Angebote verfolgen. Mehrere Plattformen bieten kostenlose Streams an:

  • timeanddate.de überträgt die Finsternis live mit Bildern von Partnern weltweit
  • NASA stellt ebenfalls einen kostenlosen Livestream mit Infos zur Mondfinsternis bereit
  • Verschiedene YouTube-Kanäle von Sternwarten und Astronomie-Communities streamen das Event

Am besten stellst du dir eine Erinnerung für den 3. März gegen 12:00 Uhr MEZ – dann beginnt die spannendste Phase der Finsternis.

Warum der Vollmond im März auch „Wurmmond“ heißt

Der März-Vollmond erhielt seinen Namen, weil nach dem Winter die Regenwürmer wieder aus dem Boden kommen, sobald sich die Erde erwärmt. Gleichzeitig werden die Würmer von Rotkehlchen und anderen Vögeln gefressen, was auf den Beginn des Frühlings hinweist. Der Name stammt von indigenen Völkern Nordamerikas und hat sich bis heute gehalten. Wurmmond klingt vielleicht nicht ganz so dramatisch wie Blutmond – aber die Bedeutung dahinter ist eigentlich richtig schön: Es geht um Aufbruch und Neubeginn.

Die letzte totale Mondfinsternis bis Ende 2028

Was dieses Event noch besonderer macht: Es wird die letzte totale Mondfinsternis bis zum Jahreswechsel 2028/2029 sein. Fast drei Jahre ohne Blutmond – das ist eine echte Durststrecke für Fans von Himmelsereignissen.

Für Deutschland gibt es aber einen kleinen Trost: Am 28. August 2026 kommt es zu einer partiellen, fast totalen Mondfinsternis – und die lässt sich auch von Mitteleuropa aus beobachten. Der Mond tritt dabei zu 96,2 Prozent in den Kernschatten der Erde ein. Wer an diesem Tag früh aufsteht, kann das Schauspiel in den Morgenstunden vor Sonnenaufgang verfolgen. Gegen 4:30 Uhr MEZ lässt sich der Mond im Halbschatten der Erde beobachten.

Tipps für die Beobachtung der nächsten Mondfinsternis

Falls du zu den Glücklichen gehörst, die den Blutmond 2026 direkt am Himmel sehen können, oder dich auf die partielle Finsternis im August vorbereiten willst – hier ein paar Tipps:

  • Keine Schutzbrille nötig: Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis gänzlich ungefährlich für das Auge. Man kann sie ohne spezielles Schutzglas sehen.
  • Fernglas oder Teleskop: Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop verstärkt Details. Besonders die Farbverläufe auf der Mondoberfläche werden damit richtig gut sichtbar.
  • Dunkler Standort: Je weniger Lichtverschmutzung, desto intensiver wirkt die rötliche Färbung. Raus aufs Land oder auf einen Hügel mit freiem Blick zum Horizont.
  • Kamera mitnehmen: Wer den Blutmond fotografieren will, sollte ein Stativ nutzen und mit längerer Belichtungszeit experimentieren.

Bonus: Was am Himmel sonst noch los ist

Neben der Mondfinsternis im März 2026 lohnt sich ein Blick auf den Sternenhimmel auch in den Tagen danach. Zur Zeit der Finsternis steht der Mond im Sternbild Löwe, unter den Hinterpranken des Löwen. Einige Tage später, am 8. März, kommt es zu einer Konjunktion von Venus und Saturn – beide Planeten erscheinen von der Erde aus besonders nah beieinander. Ein doppeltes Highlight für alle, die sowieso schon nach oben schauen.

Die totale Mondfinsternis am 3. März 2026 ist ein Naturschauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte – ob live am Himmel oder per Stream auf dem Bildschirm. Setz dir eine Erinnerung, schnapp dir Snacks und genieß den roten Mond. Die nächste Chance kommt erst in knapp drei Jahren.

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