Montag, 9. März 2026

Sarah Engels beim ESC 2026: Wird es ein Reinfall?

Sarah Engels fährt mit „Fire" zum ESC 2026 – doch Experten zeichnen ein düsteres Bild für Wien.

Es ist offiziell: Sarah Engels fährt zum ESC 2026 nach Wien. Die 33-jährige Kölnerin setzte sich beim Vorentscheid in Berlin gegen acht weitere Kandidaten durch und gewann mit ihrem Song „Fire“ die Publikumsabstimmung nach einer Vorauswahl durch eine internationale Jury. Klingt erstmal nach einem Grund zum Feiern, oder? Doch während die Konfettikanone noch gar nicht richtig ausgepustet hat, hagelt es schon Kritik von allen Seiten. ESC-Experten und Buchmacher prophezeien Sarah Engels beim ESC 2026 alles andere als einen Triumphzug. Wir haben uns die Lage mal genauer angeschaut.

So lief der Vorentscheid für Sarah Engels

Der Abend am 28. Februar in Berlin-Adlershof hatte es in sich. In einer langen und am Ende auch spannenden Sendung wurde in Berlin der Song für den internationalen Wettbewerb im Mai gefunden – moderiert wurde das Ganze von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger.

Der Ablauf war zweistufig: Eine 20-köpfige internationale Jury, bestehend aus Musikexperten aus 20 ESC-Teilnehmerländern, bewertete die neun Performances und wählte die Top drei aus: „Fire“ von Sarah Engels, „black glitter“ von wavvyboi und „Optimist (Ha Ha Ha)“ von Molly Sue.

Danach lag die Entscheidung beim TV-Publikum. Im Super-Finale holte sich Sarah Engels mit „Fire“ 38,3 % der Televoting-Stimmen – wavvyboi kam auf 34,2 %, Molly Sue auf 27,6 %. Knapper als gedacht, aber am Ende hat es gereicht.

„Fire“ – die Empowerment-Hymne für Wien

Was steckt eigentlich hinter dem Song? „Fire“ ist eine klassische Empowerment-Nummer mit großer Pop-Geste, die vor allem Frauen Mut machen soll, den eigenen Weg zu gehen. Engels bezog den Titel auf Situationen in ihrem Leben, in denen sie das Gefühl hatte, nicht gesehen und gehört zu werden.

Die Botschaft klingt stark. Sarah selbst war nach dem Sieg völlig überwältigt und sagte, der ESC sei für sie „eine einzigartige Bühne“, auf der sie Mut, Zusammenhalt und den Glauben an sich selbst transportieren möchte.

Bittere ESC-Prophezeiung: Das sagen die Experten

Und jetzt kommt der Haken. Im Podcast „ESC Update“ sprachen die Experten Thomas Mohr und Marcel Strober über den Gewinnerbeitrag – und der Song wurde regelrecht zerpflückt: „Dieser Song ist vorhersehbar und nicht sonderlich originell und für den ESC auch gar nicht neu.“

Noch härter trifft es die Einschätzung von Marcel Strober. Er befürchtet, dass Deutschland mit Sarah Engels „in diese ‚Lord of the Lost‘-Falle“ tappt und es zwar heißt, so etwas habe Deutschland noch nie geschickt – „was stimmt, aber international gab es das dann doch schon ein bisschen häufiger und vielleicht auch ein bisschen frischer.“

Zur Erinnerung: Lord of the Lost landeten 2023 auf dem letzten Platz. Ein Vergleich, der wehtut.

Wettquoten: Sarah Engels im hinteren Feld

Auch bei den Buchmachern sieht es für Deutschlands ESC-Hoffnung nicht rosig aus. In den ESC-Sieger-Wettquoten wird Deutschland derzeit in den unteren Regionen geführt. Die Favoriten sind andere – allen voran Finnland, Griechenland und Dänemark.

Besonders bitter: Schon bevor feststand, welcher der neun Songs nach Wien geschickt wird, verorteten die Buchmacher den deutschen Beitrag auf Platz 22 von 25. Wie laut.de berichtet, hat „Fire“ international keine Begeisterungsstürme entfacht – nach der Bekanntgabe des Ergebnisses rutschte Deutschland in den Prognosen sogar noch weiter ab.

Und die Buchmacher lagen in der Vergangenheit erschreckend oft richtig: Die pessimistischen Vorhersagen in Bezug auf die deutschen Teilnehmer haben sich zuletzt als äußerst zuverlässig erwiesen – inklusive Volltreffern 2025, 2019, 2016 und 2015.

„Fuego“-Kopie? Fans gehen auf Sarah Engels los

Als wäre die Experten-Kritik nicht genug, gibt es noch ein weiteres Problem. Aktuell sorgen Parallelen zu „Fuego“, dem ESC-Beitrag Zyperns von 2018, für Diskussionen unter Fans – Kritiker sehen eine deutliche Ähnlichkeit zwischen „Fire“ und „Fuego“. Beide Titel bedeuten „Feuer“, und auch die Choreografie erinnert einige an den damaligen Auftritt von Eleni Foureira.

Wie t-online berichtet, hagelt es auf Instagram heftige Kommentare. Gleichzeitig gibt es aber auch jede Menge Zuspruch von treuen Fans, die Sarah Engels beim ESC 2026 feiern und ihr eine starke Platzierung zutrauen.

Das spricht für Sarah Engels in Wien

Trotz aller Kritik gibt es auch gute Argumente auf Sarahs Seite. Denn eins kann man ihr nicht absprechen: Die Frau hat Bühnenerfahrung ohne Ende.

  • 2011 belegte sie bei DSDS den zweiten Platz hinter ihrem späteren Ehemann Pietro Lombardi.
  • Sie erreichte den zweiten Platz bei „Let’s Dance“ und gewann „The Masked Singer“, „Das große Promibacken“ und „Dancing on Ice“.
  • Seit November 2025 spielt sie die Hauptrolle der Satine im Musical „Moulin Rouge“ in Köln.
  • Als Influencerin erreicht sie rund 1,8 Millionen Follower auf Instagram.

An ihrer Bühnenpräsenz und Stimmstärke gab es keine Kritik – viele hoffen, dass Deutschland mit ihr eine Künstlerin ins Rennen schickt, die weiß, wie man große Shows spielt.

Und auch die TV-Quoten des Vorentscheids sprechen für sich: Das Format erzielte die beste Einschaltquote seit 2002 – im Schnitt schalteten 3,651 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein.

Kann Sarah Engels die ESC-Fluch-Serie brechen?

Deutschland hat beim ESC in den zurückliegenden zehn Jahren viele Tiefschläge einstecken müssen – eine echte Top-Platzierung konnte nur Michael Schulte im Jahr 2018 mit dem vierten Platz erzielen. Sollte es Sarah Engels unter die ersten Zehn schaffen, wäre das bereits ein Erfolg.

Das ESC-Finale findet am 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt. Deutschland gehört als Gründungsmitglied zu den „Big Five“ und ist damit direkt für das Finale qualifiziert. Bis dahin hat Sarah also noch Zeit, an ihrer Performance zu feilen und die internationalen Fans von „Fire“ zu überzeugen.

Ob die bittere ESC-Prophezeiung der Experten eintritt oder Sarah Engels alle Zweifler eines Besseren belehrt – das wird sich erst am Finalabend in Wien zeigen. Fest steht: Langweilig wird es mit ihr definitiv nicht.

FAQ

Wann tritt Sarah Engels beim ESC 2026 an?

Der ESC findet vom 12. bis 16. Mai in der Stadthalle in Wien statt – Deutschland ist direkt für das Finale am 16. Mai gesetzt. Im Artikel erfährst du, warum die Experten-Prognosen für diesen Abend nicht gerade optimistisch klingen.

Warum wird Sarah Engels‘ Song „Fire“ kritisiert?

Fans und ESC-Experten bemängeln verschiedene Punkte – von Ähnlichkeiten zu einem früheren ESC-Hit bis hin zur fehlenden Originalität. Was genau dahintersteckt und wie Sarah damit umgeht, liest du oben im Detail.

Wie stehen die Wettquoten für Deutschland beim ESC 2026?

In den ESC-Sieger-Wettquoten wird Deutschland derzeit in den unteren Regionen geführt. Allerdings sind noch nicht alle Beiträge veröffentlicht – es kann sich also noch einiges tun. Den vollständigen Überblick über die aktuelle Lage findest du im Artikel.

Hat Sarah Engels Chancen auf eine Top-Platzierung in Wien?

Die Meinungen gehen stark auseinander. Während einige Experten skeptisch sind, setzen andere auf ihre Bühnenerfahrung und ihre große Fangemeinde. Was dafür und was dagegen spricht, haben wir oben zusammengefasst.

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