Wie funktioniert Staying Alive? Folge 2 im Check

Heute Folge 2 mit Freddie und Amy. So funktioniert die Pro7-Show wirklich.

Wie funktioniert Staying Alive eigentlich? Nach dem Auftakt letzte Woche stellen sich viele die Frage, wie Pro7 Elvis, Whitney, Freddie und Amy tatsächlich auf die Bühne holt. In Folge 2 stehen jetzt Freddie Mercury und Amy Winehouse im Mittelpunkt, dazu kommen Sasha und Alvaro Soler mit Elvis-Duetten und die No Angels mit gleich zwei Auftritten. Wir verraten dir alle Songs der heutigen Folge, die Technik dahinter und die wichtigsten Hintergründe zur Show.

Wer singt mit wem? Die Duette der zweiten Folge

Folge 2 rückt Freddie Mercury und Amy Winehouse stärker in den Mittelpunkt, die in der ersten Show nur kurz vorkamen. Die Highlights laut Joyn-BTS:

  • No Angels + Whitney Houston: „I Will Always Love You“. Lucy Diakovska sagt vorher: „Whitney war unsere Königin.“
  • No Angels + Freddie Mercury: „Bohemian Rhapsody“. Für Sandy Mölling besonders emotional. Sie hat den Song beim ersten No-Angels-Casting gesungen.
  • Sasha + Elvis Presley: „If You Believe“. Sashas Hit von 1998, mit dem er nach eigener Aussage seinem Idol Elvis nacheifert.
  • Alvaro Soler + Elvis: „Can’t Help Falling in Love“. Soler singt den Song bei seiner eigenen Hochzeit für seine Frau.

Du merkst schon, es geht den Stars nicht nur um die Show, sondern um persönliche Musik-Momente. Schölermann moderiert wieder, gewohnt empathisch.

Wie funktioniert Staying Alive? Die Technik hinter der Show

Du fragst dich, wie das Pro7 eigentlich genau hinbekommt? Pro7 äußert sich offiziell nur sparsam zur Technik. Endemol-Shine-Geschäftsführer Fabian Tobias hat es gegenüber DWDL mit dem Cola-Rezept verglichen. Das Geheimnis bleibe Teil der Inszenierung. Schölermann sagt es noch direkter: „Fragen Sie nicht, wie es funktioniert. Es funktioniert.“

Der Marketing-Effekt ist nachvollziehbar. Wie geht das technisch trotzdem? Nach Folge 1 lässt sich die Funktionsweise gut nachzeichnen. Eine ausführliche Analyse findest du in unserem Artikel Wie funktioniert Staying Alive? Die Pro7-Show im Check.

Doubles auf der Bühne, KI im Computer

Wer Folge 1 aufmerksam geschaut hat, dem ist sofort etwas aufgefallen. Da steht ein echter Mensch auf der Bühne. Mit Maske, Kostüm und Bewegungsmuster. Das Gesicht wirkt beim genaueren Hinschauen wie aufgesetzt. Diverse User auf fernsehserien.de haben es nüchtern auf den Punkt gebracht. Doubles auf der Bühne, Playback mit KI bearbeitet.

Genau so funktioniert die Show. Drei Bausteine:

  1. Ein Double mit Maske performt live im Studio.
  2. Ein Sänger nimmt die Stimme im Studio auf, KI passt das Klangbild an Mercury, Houston, Winehouse oder Presley an.
  3. In der Postproduktion wird das Gesicht des Doubles per Deepfake gegen das Original getauscht.

Aufgezeichnet wurde das Ganze schon im Oktober 2025 in Köln. Live entsteht hier nichts. Das Studiopublikum hat während der Aufzeichnung allerdings die Avatare bereits gesehen, also irgendeine visuelle Projektion auf der Bühne, nicht nur den nackten Doublesperformer.

Die Technik ist nicht neu

Das eigentlich Beeindruckende ist nicht die Technik, sondern dass Pro7 sie für deutsches Free-TV adaptiert. Die ABBA-Voyage-Show in London macht Ähnliches schon seit 2022. Dort haben die ABBA-Mitglieder die Technologie selbst angestoßen und ihre digitalen Avatare aktiv mitgestaltet. Bei Staying Alive ist die Konstellation eine andere: Die porträtierten Stars sind verstorben, die Show entsteht in Abstimmung mit Rechteinhabern und Nachlassverwaltern.

Wird es Staying Alive Folge 3 geben?

Eine dritte Folge ist bisher nicht angekündigt. Pro7 hat eine Fortsetzung von den Quoten abhängig gemacht. Wie sich Folge 2 geschlagen hat, liest du hier: Staying Alive Folge 3? So steht es um die Pro7-Show. Wer Folge 2 nachholen will, findet sie nach der TV-Ausstrahlung in der Joyn-Mediathek. Premium-Abonnenten konnten die Folge dort übrigens schon vorab schauen.

Wie lief die erste Folge?

Folge 1 hat gezeigt, dass das Konzept polarisiert. Ein Teil des Publikums war begeistert, ein anderer Teil reagierte zurückhaltend. Die nüchternen Zahlen vom 25. April:

  • 690.000 Zuschauer gesamt, Marktanteil 3,6 Prozent
  • 190.000 in der Zielgruppe 14-49, nur 6,2 Prozent Marktanteil
  • Dritter Platz im Show-Triell hinter ZDF (Zarrella, 2,88 Millionen) und RTL (DSDS, 1,33 Millionen)
  • Vor allem bitter, die Simpsons-Folge davor hatte mehr junge Zuschauer als die eigentliche Hauptshow

DWDL und Quotenmeter ordnen den Auftakt einhellig als unter den Erwartungen ein. Wie sich Folge 2 schlägt, zeigen die kommenden Tage.

Warum sind die Reaktionen so heftig?

Im Studiopublikum jubelten die Leute. Im Internet kam direkt der Backlash. Auf X bezeichneten viele Zuschauer das Format als „geschmacklos“ und „respektlos“. Der Vorwurf war hart formuliert. Verstorbene Ikonen für eine Unterhaltungsshow zu reanimieren, sei pietätlos.

Noch vor dem Start hatte sich der Queen Fan Club Germany öffentlich distanziert und seine Tickets zurückgegeben. In ihrem Statement machten sie klar: Inhalte ohne künstlerische Eigenleistung von Freddie Mercury haben für sie keinen Wert.

Was dich in Folge 2 erwartet

Wenn du Lust auf einen sentimentalen Musikabend hast, in dem Sasha mit seinem Idol Elvis singt und die No Angels die alte Bodyguard-Magie zurückholen, ist Folge 2 genau dein Ding. Vier verstorbene Weltstars, vier emotionale Geschichten, eine Bühne. Selbst wer dem KI-Konzept skeptisch gegenübersteht, dürfte bei Songs wie „Bohemian Rhapsody“ und „I Will Always Love You“ Gänsehaut bekommen.

Schalt heute Abend ein oder schau später bei Joyn nach. Spannend wird auch die Frage, wie sich die Quoten entwickeln. Denn ob es eine dritte Folge geben wird, hängt vom Zuspruch der heutigen Ausstrahlung ab.

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