Gustav Schäfer bei „Let’s Dance“ – das hätte wohl kaum jemand auf dem Zettel gehabt. Der Tokio-Hotel-Drummer gehört zu den 14 Kandidaten der 19. Staffel, die am 27. Februar 2026 bei RTL gestartet ist. Und klar, der 37-Jährige bringt Rhythmusgefühl mit. Aber reicht das, wenn plötzlich die Beine wichtiger sind als die Hände?
Vom Schlagzeug aufs Tanzparkett
Der Schlagzeuger von Tokio Hotel hat sich in der Vergangenheit eher im Hintergrund gehalten. Gustav Schäfer (37) steht lieber in der zweiten Reihe – das hat er selbst einmal über sich gesagt. Wie Bassist Georg Listing (38) überlässt er den Kaulitz-Zwillingen Bill und Tom (36) in Sachen Medienpräsenz oft bereitwillig die große Bühne.
Doch damit ist jetzt Schluss. Ab Freitag (27. Februar, 20:15 Uhr) steht Schäfer als Kandidat der 19. Staffel von „Let’s Dance“ im Rampenlicht – ganz ohne seine Bandkollegen. Für den Tokio-Hotel-Schlagzeuger ist das eine komplett neue Situation.
„Ich bin ein völliger Bewegungslegastheniker“
Gustav macht keinen Hehl daraus, dass Tanzen nicht zu seinen Stärken gehört. Im RTL-Interview gab er sich gewohnt selbstironisch und erklärte: „Gerade ich bin ein völliger Bewegungslegastheniker.“ Und weiter: „Das wird schwierig für die Frau. Also das wird auch für sie eine Herausforderung.“
Trotzdem freut er sich auf die Show. Sein Ziel ist klar: „Einfach Spaß zu haben, einfach etwas Neues zu erleben.“ Ein konkretes Gewinnziel? Fehlanzeige. „Ich mache das einfach von Show zu Show und sage jetzt nicht, ich werde hier gewinnen. Wir wollen erstmal kleine Brötchen backen und dann können wir mal auf Torten gehen“, so der Drummer.
Respekt vor dem eigenen Körper
Was Gustav vor der Teilnahme an der Tanzshow am meisten beschäftigt, ist nicht die Jury – sondern sein eigener Körper. „Ganz viel Respekt habe ich vor meinem eigenen Körper“, sagte er in seinem Vorstellungsvideo bei RTL. Er wisse nicht, ob sein Körper in den entscheidenden Momenten wirklich das abrufen könne, was er vorher geübt habe.
Und das harte Training hinterlässt Spuren. Schäfer schrieb in seiner Instagram-Story: „Sehr viele Eindrücke, viel getanzt und viel geschwitzt. Hat richtig Spaß gemacht.“ Am nächsten Morgen spürte er offenbar schon den Muskelkater. Sein Update am zweiten Tag: „Körper sagt: Was ist das, was soll das?“
Dass die RTL-Tanzshow körperlich extrem fordernd ist, zeigen die Erfahrungen früherer Staffeln. Viele Kandidaten berichten regelmäßig von deutlichem Gewichtsverlust durch das intensive Tanztraining. Gustav selbst stellt sich laut eigenem Bekunden auf „körperliche Herausforderungen“ und sogar auf „körperlichen Untergang wahrscheinlich auch hier und da“ ein.
Familie als härteste Jury
Die strengste Kritik kommt für Gustav nicht von Joachim Llambi. Sondern von zu Hause. „Ich glaube, meine Tochter hat so ein bisschen die Hände vor dem Kopf zusammengeschlagen und dachte so: ‚Papa, du kannst doch gar nicht tanzen'“, erzählte er im RTL-Interview. Und auch seine Frau habe lachend nachgelegt: „Wie, du kannst doch gar nicht tanzen.“
Richtig spannend wird es nach den Shows. Per FaceTime wird ihm seine neunjährige Tochter „wahrscheinlich alles mit der genauen Sekunden-Angabe sagen: ‚Vati, da hast du verkackt, hier übrigens auch noch mal.'“ Klingt nach einer ziemlich gnadenlosen Analyse.
Wie bodenständig sein Alltag ist, verriet Schäfer im offiziellen „Let’s Dance“-Podcast: Nach Wochen auf Tour wartet zu Hause erst einmal der Müllsack vor der Tür auf ihn – danach stehen Fensterputzen, Staubsaugen und Einkaufen an. Starallüren? Fehlanzeige.
Gustavs Tanzpartnerin und der erste Auftritt
In der großen Kennenlernshow am 27. Februar wurde enthüllt, mit wem der Tokio-Hotel-Drummer in den kommenden Wochen trainieren wird: Gustav Schäfer tanzt gemeinsam mit Anastasia Maruster.
Seinen ersten Auftritt absolvierte er zusammen mit Milano und Simon Gosejohann in einem Gruppen-Charleston. Llambi bewertete den Charleston der drei Herren positiv – besser sogar als den Cha Cha Cha der Damen-Gruppe. Damit ist Gustav Schäfer definitiv nicht länger der Underdog der Staffel. Auch wenn technisch noch viel Luft nach oben ist, hat er bewiesen, dass man ihn keinesfalls unterschätzen darf.
Grillen, Beats und jede Menge Charme
Neben Musik und Familie hat Gustav noch eine dritte große Leidenschaft. Er war bereits in der VOX-Sendung „Grill den Henssler“ zu Gast und veranstaltet in Magdeburg regelmäßig seine „Drums’n’BBQ“-Workshops, bei denen sich alles um Beats und Barbecue dreht.
In der Netflix-Doku „Kaulitz & Kaulitz“ wurde Gustav als ruhiger Gegenpol zu den Zwillingen gezeigt. Tom Kaulitz sagte über ihn: „Gustav ist immer in ganz anderen Sphären.“
Sein Motto für „Let’s Dance“? „Stumpf ist Trumpf.“ Die neue Staffel läuft immer freitags um 20:15 Uhr auf RTL und im Livestream auf RTL+.
Wer tanzt neben Gustav noch bei Let’s Dance 2026?
Die weiteren Kandidaten der 19. Staffel im Überblick:
- Bianca „Bibi“ Heinicke – YouTube-Legende
- Betty Taube – Model und Autorin
- Sonya Kraus – Moderatorin
- Esther Schweins – Schauspielerin
- Nadja Benaissa – No-Angels-Star
- Anna-Carina Woitschack – Schlagersängerin
- Vanessa „Nessi“ Borck – Influencerin
- Simon Gosejohann – Comedian
- Ross Antony – Entertainer
- Milano – Musiker
- Joel Mattli – Ninja-Warrior-Star
- Jan Kittmann – GZSZ-Schauspieler
- Willi Whey – Content Creator
In der großen Kennenlernshow konnten sich Joel Mattli und Malika Dzumaev das Direktticket sichern – sie gehen damit entspannt in die erste richtige Runde.
Ob Gustav Schäfer bei „Let’s Dance“ 2026 für eine echte Überraschung sorgen kann? Nach dem gelungenen Einstand beim Charleston darf man gespannt sein. Die nächste Folge zeigt, wie sich der Tokio-Hotel-Schlagzeuger im Einzeltanz schlägt. Eins steht fest: Langweilig wird es mit Gustav bestimmt nicht.

