Hilary Duff hat in den letzten Wochen so offen über ihr Privatleben gesprochen wie nie zuvor. Die 38-jährige Sängerin und Schauspielerin, die gerade mit ihrem neuen Album „luck… or something“ ein riesiges Comeback feiert, hat bestätigt, dass sie weder mit ihrer Schwester Haylie noch mit ihrem Vater Bob regelmäßig Kontakt hat. Und selbst das Verhältnis zu ihrer Mutter Susan ist offenbar belastet. Eine Familiensituation, die viele Fans komplett überrascht hat.
Hilary Duffs Album bricht das Schweigen
„luck… or something“ ist das sechste Studioalbum der Amerikanerin und wurde am 20. Februar 2026 über Atlantic Records veröffentlicht. Musikalisch ist es ein sehr persönliches und introspektives Werk, das von Hilarys Lebenserfahrungen der vergangenen Dekade geprägt ist. Ihr Ehemann Matthew Koma hat das Album größtenteils produziert – ein echtes Familienprojekt also, obwohl die eigentliche Familie gerade das große Thema ist.
Zwei Songs stechen besonders heraus: „We Don’t Talk“ handelt von der zerbrochenen Beziehung zu Schwester Haylie, was Hilary in einem emotionalen Interview bei CBS Mornings am 20. Februar bestätigte. Sie bezeichnete die Situation als den einsamsten Teil ihres Lebens. Der Song „The Optimist“ wiederum dreht sich um ihr kompliziertes Verhältnis zu Vater Robert Duff.
Kein Kontakt zu Schwester Haylie Duff
Hilary hat sich im Podcast „On Purpose With Jay Shetty“ zur Entfremdung von ihrer Schwester Haylie geäußert und unter Tränen bestätigt, dass die beiden nicht miteinander sprechen. Für alle, die in den 2000ern aufgewachsen sind, ist das besonders krass – denn Hilary und Haylie waren jahrelang das Schwester-Duo in Hollywood. Gemeinsam vor der Kamera, gemeinsam auf roten Teppichen, gemeinsam in der Musikwelt.
Die beiden wurden seit 2019 nicht mehr zusammen fotografiert, und auch ihre Interaktionen auf Social Media sind in den letzten Jahren deutlich weniger geworden. Was genau zwischen ihnen vorgefallen ist, hat Hilary bisher nicht im Detail verraten. In ihrem Song deutet sie aber an, dass sie selbst nicht genau weiß, wann es angefangen hat und worum es eigentlich geht.
Sie nannte die Entfremdung einen „sehr rohen Teil ihrer Existenz“ und fügte hinzu, dass sie hofft, die Situation sei nicht für immer so – aber im Moment sei es eben die Realität.
Auch das Verhältnis zu den Eltern ist schwierig
Was viele überrascht hat: Es geht nicht nur um Haylie. Im selben Podcast sprach Hilary auch über die Beziehung zu ihren Eltern Bob und Susan Duff. Sie beschrieb es als verheerend, in einer Familie aufgewachsen zu sein, in der die Eltern getrennt sind und man zu keinem Elternteil eine richtige Beziehung hat.
Vor allem mit ihrem Vater Bob hat Hilary kaum noch Kontakt. Sie erzählte, dass die beiden nicht oft miteinander sprechen und es sehr schwer sei, nach einem dramatischen Familienbruch wieder zueinanderzufinden. Die Scheidung ihrer Eltern im Jahr 2008 war ein Wendepunkt. Bob und Susan Duff waren 20 Jahre verheiratet, bevor eine lange juristische Auseinandersetzung folgte. Bob wurde damals sogar wegen Missachtung des Gerichts verurteilt, weil er Familienvermögen ohne Genehmigung verkauft hatte.
Hilary betonte im Podcast, dass der Wunsch, von den eigenen Eltern Fürsorge zu spüren, niemals aufhört – egal wie alt man wird.
Ashley Tisdales Essay goss noch mehr Öl ins Feuer
Als ob das Familiendrama nicht schon genug wäre, sorgte Anfang 2026 auch noch Ashley Tisdale für Aufsehen. Die „High School Musical“-Darstellerin veröffentlichte in The Cut einen Essay mit dem Titel „Breaking Up With My Toxic Mom Group“, in dem sie über eine Müttergruppe schrieb, der sie sich angeschlossen hatte.
Online wurde schnell spekuliert, dass es sich bei der Gruppe um Hilary Duff, Mandy Moore und Meghan Trainor handeln könnte. Und dann passierte etwas, das die Fans hellhörig machte: Haylie Duff likete ausgerechnet Tisdales Instagram-Post zu dem Essay. Kurz darauf wurden Haylie und Ashley beim gemeinsamen Dinner in Malibu gesichtet. Das war für viele ein deutliches Zeichen, dass Haylie bewusst Partei gegen ihre eigene Schwester ergreift.
Hilary reagierte im „Call Her Daddy“-Podcast und sagte, sie sei traurig gewesen und ziemlich überrumpelt. Sie empfand das Timing als unpassend und hatte das Gefühl, ausgenutzt zu werden – schließlich stand ihr großes Musik-Comeback unmittelbar bevor.
Die Lucky Me Tour: Trotzdem geht es weiter
Trotz aller privaten Turbulenzen steckt Hilary Duff gerade in einer der aufregendsten Phasen ihrer Karriere. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten geht sie auf eine große Welttournee namens „The Lucky Me Tour“, die am 22. Juni 2026 in West Palm Beach startet und bis Februar 2027 durch sieben Länder führt.
Die wichtigsten Fakten zur Tour:
- Start: 22. Juni 2026 in West Palm Beach, Florida
- Ende: 12. Februar 2027 in Mexiko-Stadt
- Highlight-Venues: Kia Forum in Los Angeles, Red Rocks Amphitheatre in Colorado, Madison Square Garden in New York und The O2 in London
- Support Acts: La Roux auf den meisten Dates, Jade LeMac in Nordamerika 2026 und Lauren Spencer Smith für die Kanada-Shows 2027
- Wegen der hohen Nachfrage wurden bereits zusätzliche Konzerte in Los Angeles, New York, Toronto und London angekündigt
Das Album ist außerdem auf Platz eins in Australien und Kanada eingestiegen und hat es in den USA, Großbritannien, Schottland und Neuseeland in die Top 5 geschafft. Dafür, dass die letzte Platte über zehn Jahre her ist, ein ziemlich beeindruckendes Ergebnis.
Was bedeutet das für die Zukunft der Duff-Familie?
Hilary Duff hat klargemacht, dass sie niemanden schlecht reden will. Sie beschreibt nur ihre eigene Perspektive und betont immer wieder, dass Familien-Entfremdung kein Einzelschicksal ist. Die ehemalige Disney-Channel-Darstellerin sagte, sie habe im Erwachsenenalter gemerkt, wie viele Menschen ähnliche Erfahrungen machen.
Ob Haylie den Song hören wird? Hilary weiß es nicht. Sie weiß nicht, wie ihre Schwester reagieren wird, aber es sei eben ein Teil ihres Lebens, der nicht privat bleiben kann.
Eins ist sicher: Hilary Duff hat sich entschieden, ihren Schmerz in Musik zu verwandeln – und trifft damit offenbar einen Nerv. Wie E! News berichtet, bezeichnete die Sängerin die Entfremdung von ihren Eltern und ihrer Schwester im Podcast mit Jay Shetty als „verheerend“. Gleichzeitig zeigen die Chart-Erfolge und ausverkauften Konzerte, dass ihre Offenheit bei den Fans ankommt. Laut ihrem Glamour-Interview war es ihr wichtig, nach zehn Jahren Pause nur über Dinge zu sprechen, die wirklich ihr Leben widerspiegeln.
Die Duff-Schwestern waren mal unzertrennlich. Jetzt stehen sie auf verschiedenen Seiten einer unsichtbaren Mauer. Ob sie jemals wieder zueinanderfinden, kann gerade niemand sagen – am wenigsten Hilary selbst.

